FANartisch: Kick

17. Juni 2006 | Kick,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für WM remixed #3

WM remixed #3

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Ronaldo tapst über den Platz wie Bruno, der Braunbär, reißt aber nix, erschreckt nichts und niemanden. Mit der Figur des alten Toni Polster zeigt er uns jetzt schon mal den Bewegungsradius, den Sergej Barbarez mit 66 Jahren haben wird. Es ist so leicht dieser Tage, Ronaldo McDonaldo (Danke, liebes Schandmännchen!) mit Häme zu übergießen. Während legendäre Spieler wie Paul Gascoigne einst ihr eigenes Denkmal selbst mit Parolen beschmierten, es nach allen Regeln der Kunst demolierten dekonstruierten, um sich die lausbübische Lebensfreude und die eigenen Wurzeln bloß nicht durch irgendeine Vorbildfunktion austreiben zu lassen, wird hier ein fußballerisches Vorbild an den Weltpranger gestellt. Aus allen, wirklich allen Ecken regnet es nach dem Kroatien-Spiel der Brasilianer Kommentare. So fühlt sich Regisseur Jan Bosse in Bochum zu Folgendem bemüßigt: „Als trauriger, dicker Clown wirkte Ronaldo wie ein groteskes Double seiner selbst.“ FANartisch meint: Wer den Clown nie hochgejubelt hat, kann ihn auch nicht fallen lassen. Den Respekt aber darf man vielleicht vor einem Trainer verlieren, der nicht genug Mumm hat, nach Leistung aufzustellen und sich mit ganz Brasilien anzulegen – vor Bruno alias „JJ1“, dem Braunbär, der uns und der BILD-Zeitung mit seinen Eskapaden diesen Sommer so viel Freude macht, und vor dem Menschen Ronaldo sicher nicht.

Und wer wüsste das besser als Maradona, der an seinen Argentiniern sichtlich Spaß hat, sich schon mal genüsslich zum 6-0-Kantersieg über die Serben und Nochmontenegriner eine Zigarre von Freund Fidel ansteckt. Wir sind gespannt, ob die bärenstarken (sic!) Argentinier das Niveau über das ganze Turnier halten können, wie gut es das Schicksal mit den Deutschen meint, ob wir eventuell schon im Viertelfinale den Tango tanzen müssen – und darauf, welchen Spieler Maradona demnächst um 30 Mille teurer macht, indem er sich in ihm wiedererkennt, ihn für seinen Nachfolger hält (und darauf, was er dafür von dem Spielerberater an Handgeld bekommt…).

Von Zirkusbären und Bärenstarken ist es nur ein Tatzensprung zum dummen August, dem Jammerlappen, der für den Spott eigentlich nicht zu sorgen bräuchte. Macht er aber selbst noch nach einer 0-4-Niederlage. So geben die Ukrainer nicht etwa Rasen, Wetter, Anstoßzeit, Schnürsenkeln oder gar Bruno die Schuld, dass sie von Spanien so derbe einen auf die Bärenmütze bekommen haben, sondern den quakenden Fröschen neben dem Mannschaftshotel. Wladislaw Waschtschuk klagt, dass die Mannschaft in der Nacht vor dem Spiel keine Ruhe gefunden habe. FANartisch geht just ein Licht auf: Jetzt wissen wir endlich, warum er die Rote Karte gesehen hat, der Wladislaw – und warum die Spanier den ukrainischen Tanzbär am Nasenring durch die Arena geführt haben….

BUCK BEER BEAR LEBOWSKI

15. Juni 2006 | Auswärtsspiel,Kick,Le Pissoir,News,Tipp,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #9 – MONICA, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #9 – MONICA, THE


Nur die chilenische Monica Lierhaus hat weltweit mehr zu bieten – so rein fachlich jetzt…

Aus aktuellem Anlass holen wir diese Folge von Klinsman’s UniverSAl Lexikon mal wieder nach oben. Denn obwohl sie es vielleicht nach der saustarken zweiten Halbzeit gegen Polen gar nicht mehr muss: Die Monica allein kann die WM retten! Die Forderung danach gibt’s jetzt jedenfalls als MP3…Wer könnte augenfälliger dafür stehen – im schicken schwarzen Hosenanzug oder im kleinen Schwarzen -, dass die Zeiten eines Ernst Huberty oder Heribert Fassbender bei der Sportschau längst vorbei sind. Vorbei auch die Zeiten, da Frauen in der Sportberichterstattung Vereine wie Schalke 05 erfanden – heute gibt’s die Monica! Und Monica Lierhaus macht das schon alles richtig, hat den nötigen Hang zum Perfektionismus, verschont den Sportschauer mit beckmannscher Süffisanz und Selbstgefälligkeit oder dellingscher Vorwitzig- und Orientierungslosigkeit – und sieht dabei noch besser aus als Waldemar Hartmann (-> WALDI, THE). Berichtet, moderiert und interviewt für Deutschland bei der FIFA WM 2006™. Porno! Findet der Jürgen jedenfalls auch „sehr symbadisch“, die Monica, weil – in den USA gibt es ja auch Santa Monica…Nachtrag: Die chilenische Monica Lierhaus hat alle Möglichkeiten, in Sachen fachlicher Kompetenz bis zur WM weiter aufzurüsten…

15. Juni 2006 | Auswärtsspiel,Kick,News | Kommentare deaktiviert für WM remixed #2

WM remixed #2

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 Routiniert stören Metzelder und der kleine Philipp Lahm den Schussversuch von Ebi Smolarek… (Szene nachgestellt)

Hätte der Lukas doch nur auf seine Omma gehört… „Hau den Polen ein Tor rein – und fertig“, gab sie Poldi mit auf den Weg ins Westfalenstadion. Die Chancen waren da, aber da war ja noch der polnische Keeper, zur Feier des Tages in der Form seines Lebens. Wahrscheinlich hatte Oma Boruc zu Enkel Artur gesagt: „Lass dir von den Deutschen bloß keinen reinhaun!“ Dass Deutschland – Polen keine Nullnummer blieb, verdanken wir dann aber dem Näschen, okay, der Nase von Jürgen Klinsmann und einer nie nachlassenden deutschen Mannschaft, die die Polen regelrecht fertig und kaputt spielte, das Tempo bis zum Schluss auf einem brutal hohen Niveau hielt.

Das unvergleichliche Duo Netzer und Delling frohlockte ebenfalls auf hohem Niveau, nachdem Oliver Neuville auf Vorlage von dem quirligen Newcomer David Odonkor den dezimierten Polen doch noch einen reingehauen hatte, in letzter Minute, so was von völlig verdient, Happy End. Da hatte der Bundestrainer aber auch wirklich alles richtig gemacht, nicht nur bei den Einwechslungen der beiden Matchwinner, schon bei der viel kritisierten Nominierung Odonkors für den WM-Kader. Wissen wir jetzt auch! Gut so, ganz Deutschland im Freudenrausch, überall Public Drinking & Extrem Feiering. Nur die 429 Festgenommenen waren nach den Ausschreitungen in Dortmund schnell wieder auf dem Zellenboden der Tatsachen angekommen. Hätten die Hooligans doch nur auf ihre Omas gehört…

TOM S. HUNTER

14. Juni 2006 | Kick,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für TRESENHOCKER #6

TRESENHOCKER #6

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Der härteste Bleistiftgrad ist Neun-H., der härteste Fernsehgrad Neun-L. Der härteste Innenverteidigergrad ist Vinnie-J.

12. Juni 2006 | Kick,News | Kommentare deaktiviert für WM remixed #1

WM remixed #1

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 Nikolaus gefrühstückt? Den Papst in der Tasche? Oranje kann die Farbe dieses Sommers werden…

Jajaha, der kleine Philipp Lahm kann der Spieler des Turniers werden – sagte kein Geringerer als Diego „Arm/Mano“ Maradona nach dem Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Costa Rica. Und wir sagen: Oranje kann die Farbe dieses Sommers werden! Und sind erstaunt, dass die Holländer so effektiv spielen können. Einen eiskalten Konter gesetzt, die Serben ansonsten clever eingebremst, wann immer es nötig wurde, die Schönspielerei keineswegs übertrieben – im Stile einer echten Turniermannschaft starten die Niederlande in die WM. Und das jugendlicher denn je.

Mit jugendlichem Elan startet auch Mexico ins Turnier, und das nicht nur, weil ausgerechnet der gute alte Borgetti sofort verletzt ausgewechselt werden musste. O Bravo, P Bravo – Bravo Mexico! Was die kleinen Mittelamerikaner da auch ohne ihren torgefährlichen Leader ablieferten, war aller Ehren wert. Genauso die Tschechen, nur weniger überraschend als vielmehr beeindruckend – das stärkste Mittelfeld dieser WM?!

Ganz sicher nicht der stärkste Abwehrspieler: Der Ghanaer Sammy Kuffour, der in aus Bayerntagen gewohnter Manier erst hätte vom Platz fliegen können, um dann – im Spiel geblieben – den Italienern und allen Profitippern mit routiniertem Rückpass das sichere 1-0 zu versauen: 2-0 für die Azurri, geradezu ein italienisches Torfestival – wer tippt denn so was? Vielleicht darf Sammy deshalb in der Serie A so selten mitspielen, weil er immer die ganzen abgesprochenen Ergebnisse durcheinanderbringt. Last but not least: Die stärksten Leergutsammler dieser Fußballweltmeisterschaft hat das Ruhrgebiet zu bieten, in Gelsenkirchen und Dortmund kommen da in PET-Flaschen pro Sammler beim beliebten Public Viewing vor der Großbildleinwand schon mal bis zu 1000 Euro Pfand zusammen – an einem Tag, versteht sich. Warum sich die öffentlichen Kassen bei dieser WM im eigenen Lande nicht über die Stadtreinigung sanieren? Wieder mal nen Trend verschlafen…

BUCK LEBOWSKI

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