28. Oktober 2012 | Le Pissoir,News | Keine Kommentare

Rote Karte: Torwart schießt auf Balljunge (Video aus Argentinien: Wie man das Raum-Zeit-Kontinuum im Fußball dehnt)


Torwart schießt auf Balljunge – das Raum-Zeit-Kontinuum im Fußball verträgt mehr Unregelmäßigkeiten in der chronologischen Abfolge als befürchtet, wie diese Rote Karte beweist: Wie man einen argentinischen Torwart als Balljunge zur Weißglut treiben kann, ist wohl nur eine Frage böser Worte und nervenstrapazierender Gesten, doch die Reihenfolge der Ereignisse um die Rote Karte für Boca-Unidos-Keeper Gaston Sessa nach dessen Schuss auf den provozierenden Balljungen, der eher schon ein Ballmann zu sein scheint, mutet extrem seltsam an. Auch bei der schlechten Qualität der Bilder kann man im Video oben erkennen, dass das vermeintliche Opfer den Wut-Treffer des leicht ausrastenden Torhüters zunächst sowohl gut abwehrt – Schutzhand! – als auch gut wegsteckt. Erst mit dem Pfiff des Schiedsrichters setzen jene Schmerzen ein, die auch den Betrachter der bizarren Szenerie sofort ereilen, wenn er den sich am Boden windenden Ballmann sehen muss. Nach der Roten Karte für den Torwart kann man sich ja noch ein wenig weiter unter Schmerzen auf dem Boden wälzen und Körperteile massieren, die getroffen worden sein könnten – zumindest in einem anderen Raum-Zeit-Kontinuum in einem anderen Paralleluniversum. So viele Möglichkeiten in diesem Fußball-Kosmos zwischen Relativitätstheorie, Schwarzen und Wurmlöchern, Heisenbergscher Unschärferelation und Schrödingers Katze… FANartisch meint: Na „herzlichen Glückwunsch“! Der Schauspielnobelpreis für Quantenphysik geht an einen Balljungen, der eigentlich schon ein Ballmann ist, für das dreiste Biegen der Gerechtigkeit und das Ausdehnen der Chronologie im Raum-Zeit-Kontinuum des Fußballs.

Neulich in Argentinien…
Rote Karte: Torwart schießt auf „Balljunge“ / „Ballmann“ / Provokateur
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