29. Oktober 2012 | Le Pissoir,News | Keine Kommentare

Kai aus der Kiste: Das homosexuelle Outing in Fußball-Deutschland (inkl. Video aus Holland)


Kai aus der Kiste oder Detlef aus der Dose – selbst zu Hochzeiten der Dauerdruck-Diskussion in vom Sommerloch und anderen Löchern gelangweilten Sensationsmedien über ein ach so befreiendes Outing schwuler bzw. homosexueller Spieler im deutschen Fußball, am besten und überhaupt spektakulärsten in der Bundesliga und in der deutschen Nationalmannschaft gleichzeitig, selbst in diesem suchwortrelevanten Hype haben wir es hier bei FANartisch vermieden, das Thema Outing im Fußball mit irgendwelchen psychologischen Pseudo-Szenarios zu befeuern. Weil es schlicht egal sein sollte, wer wann was über sein sexuelles Privatleben erzählen mag, ob verklemmter Hetero oder Homo, ob schwullesbische Szene-Helden oder heterosexuelle Disco-Angeber, ob Arzt, Arbeitskollege oder Friseur, ob Bodybuilder, Stabhochspringer oder Fußball-Spieler. Druck aus der „Community“ oder „Öffentlichkeit“ sollte dabei weniger eine Rolle spielen als das Gefühl dessen, der sich da öffentlich in seiner sexuellen Orientierung als hetero oder homo zu erkennen gibt. Wenn Fußballer in der Öffentlichkeit keine Lust haben, über das Fremdgehen, über ihr eigenes Fremdgehen oder das ihrer Spielerfrau, zu reden, darf man das ja auch getrost respektieren, selbst wenn es noch kein schwebendes Verfahren in Sachen Scheidung gibt oder die Unterhaltsfrage längst geklärt ist. Schauspieler sind ja auch selten so dumm, gleich mit ihren Affären ins Haus zu fallen, warum sollte das ein Fußball-Trainer oder -Manager tun, der sich gern mal mit Spielerfrauen verabredet. Pure Sensationslust zu befriedigen, dafür wäre selbst das unspektakulärste Outing in Fußball-Deutschland zu schade, wie etwa Jakob Rosenberg im aktuellen „ballesterer fm“ in Fußball-Österreich unter dem Titel „Alles gesagt“ findet, wenn er im besten österreichischen Fußballmagazin der Welt zusammenfasst, dass die „Sensationslust nach dem Outing“ die Diskussion „über Fußball und Homosexualität auf das falsche Problem“ reduziere. FANartisch meint: Sicher noch längst nicht alles gesagt zu dem Thema und ganz sicher nicht immer aus den „richtigen“ Gründen, aber ein offenes Wort wie im ballesterer ist uns allemal lieber als diese übliche pseudopsychologische Medienheuchelei der „falschen“ Gutmenschen, die einen Geouteten dann doch nur zu gern durchs Dorf trieben, am Ende des Tages…

Das homosexuelle Outing im Fußball…
… interessiert uns hier eigentlich überhaupt nicht, aber das Video ist leider geil. *
1 Video aus Holland

* Vor allem, wenn der Schrank im Fünfer angeschossen wird wie früher nur klassische Bahnschranken-Stürmer.


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