FANartisch: News

29. November 2005 | Kick,News | Kommentare deaktiviert für KÖNIGE DER SELBSTBEHERRSCHUNG

KÖNIGE DER SELBSTBEHERRSCHUNG

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Manchmal erzählt man sich auch nur mal einen guten Witz… Foto:
 hsv-sc.de

Wenn am Wochenende der Hamburger SV und der 1. FC Köln in der Bundesliga aufeinander treffen, spricht vieles dafür, dass mit Sergej Barbarez und Özalan Alpay zwei Heißsporne vor dem Herrn ihre Laufwege und Klingen kreuzen werden. Wohl nur noch taktische Überlegungen der Trainer oder Verletzungen können ein Aufeinanderprallen der beiden so leicht erhitzbaren Gemüter verhindern, die Ermittlungen der FIFA zu den Ereignissen um das Spiel Türkei – Schweiz, an denen auch Alpay beteiligt war, werden wohl erst im Neuen Jahr Sanktionen zeitigen. Wer bei HSV – Köln also auf rote Karten wetten möchte, erntet vom Buchmacher seines Vertrauens wohl nur ein müdes Lächeln und miese Quoten für die Namen Barbarez und Alpay. FANartisch hat in Biologie immer KICKER gelesen und fragt: Besteht das kleinste denkbare Rudel am Samstag aus zwei Leitwölfen? Und was meinen MauMau-Spieler und Homophobe mit der Regel „Bube auf Bube brennt“?

BUCK LEBOWSKI

KICKERN? ABSOLUTE GIGANTEN

„Du heißt Snake, aber du trinkst’n Shake…?!“

Wer je Absolute Giganten, den intensiven Roadmovie von Sebastian Schipper, gesehen hat, dem eröffnen sich ja viele Möglichkeiten, von diesem meisterlichen Kleinod des deutschen Films fasziniert zu werden. Neben der Geschichte um die letzten Stunden von Auswanderer Floyd (der nie bessere Frank Giering) mit seinen beiden besten Freunden, neben dem genialsten Soundtrack (mit u.a. The Notwist und Sophia) für die ebenso genialen (Nacht-)Aufnahmen von Hamburg (eine einzige Liebeserklärung an das Tor zur Welt), neben dem liebevollst getuneten Motorkraftwagen von Walter (Antoine Monot Jr.), neben dem so feist parfümierten Juvetrikot und den fetten Rapeinlagen von Ricco (der einzigartige Florian Lukas als „Casanova mit Niveau“), neben den elvisartigsten bulgarischen Stuntmen, neben waghalsigsten Stunts (The Ramp), Dialogen (von Hitler zu Albers und zurück), Burgerbestellungen (alles!) und Schmerzbeschreibungen (es ruppt!) brennt sich wohl vor allem eines ins Gedächtnis: das Kickermatch der drei Freunde gegen Dulle (!) und Snake, der zwar nicht „Shake“ heißt, aber gern einen trinkt.

Etwa 12 der 78 rasanten Minuten von Absolute Giganten widmen sich dem Duell am Kicker, bei dem letztlich auch Walters Mad-Max-Mobil gesetzt wird. Schnitt, Kameraeinstellungen und -fahrten (selbst in den Kicker), Musik (The Notwist), Sounddesign (das satte Knallen des versenkten Balles, die Mechanik der Griffe, Federn und Stangen) und Dramaturgie sind perfekt – die Charaktere sind es sowieso. Das hyperaktive Frettchen Dulle (nie schmieriger: Guido A. Schick), ein Typ, gegen den niemand überhaupt je in irgendwas verlieren möchte, in einem Team mit Snake, dem Hinterzimmerzocker schlechthin. Verkörpert wird die Figur des Shake-trinkenden Snake von Jochen Nickel, wer als Vorlage für diesen Milieu-Charakter in atmungsaktiver Ballonseide gedient hat, darüber darf hier unwissend, aber herzhaft spekuliert werden.

Kickerspieler gibt es schließlich wie Sand am Meer, aber nur wenige Tischfußball-„Profis“. FANartisch mutmaßt: Stars der Szene wie Kicker-Gott Dieter Thiele (7x Weltmeister, 28x Europameister, 45-facher Deutscher Meister) könnten nicht nur spieltechnisch, sondern auch modisch Pate gestanden haben. Typen wie „Fischbrötchen“ (der so heißt, weil er früher immer um den Einsatz eines Fischbrötchens spielte), bürgerlich Willy Meyer, die nicht nur wissen, wo das Gerät mit den Drehstangen erfunden wurde (1922 in England), sondern auch, wo der Frosch die Locken hat. Und bereits zwei Wochen vor der richtigen WM 2006 treffen sich die besten Kickerspieler (800 aus 20 Ländern) zur ersten richtig offiziellen Tischfußball-Weltmeisterschaft des Verbandes ITSF in der Hamburger Fischauktionshalle. Ach, könnten doch nur Dulle und Snake für Deutschland antreten…

TOM S. HUNTER

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22. November 2005 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für SCHEITERN MIT SIMAK

SCHEITERN MIT SIMAK

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Der frühere Bundesligaprofi Jan Simak [heute in Diensten von Sparta Prag, nicht zu verwechseln mit diesem netten Kerlchen hier (mit den Hosenträgern!)] hat den Leistungsdruck bei Bayer Leverkusen verantwortlich für seine Alkoholkrise gemacht. „Ich sollte dort den zu Bayern München gewechselten Michael Ballack ersetzen und habe das nicht geschafft. Praktisch jeden Abend ertränkte ich meinen Misserfolg in Alkohol“, sagte der 27-jährige Tscheche nach dreimonatiger Entziehungskur der Prager Zeitung Lidove noviny.

17. November 2005 | Auswärtsspiel,Kick,News | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #2 – JOGI, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #2 – JOGI, THE

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Der Jogi, das ist in Jürgens Kosmos der, wo man sich drauf verlassen kann. Also nicht der. Das ist ein Physiotherapeut. Auch nicht dieser. Der ist fürs schöne Wetter zuständig. Und schon gar nicht jener. Das ist ein Pressesprecher. Der echte Jogi beobachtet aktuelle und potentielle deutsche Nationalspieler, guckt mal, mit welcher Form die so in der Bundesliga rumstolpern. Spricht mit den Medien, gerne in Halbzeitpausen, in denen der Chef die Spieler noch etwas länger und heftiger anschreien muss. Erklärt Ein- und Auswechslungen, die Taktiktafel. Weiß, welche Stollen heute angesagt sind und wie die Elektrolyte in die Flasche kommen. Wohnt in Deutschland. Der Jogi ist nicht wegzudenken (siehe DEUSERBAND, THE).

15. November 2005 | Kick,News | Kommentare deaktiviert für ENGELSZUNGEN

ENGELSZUNGEN

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 Himmlisch: Fußballkompetenz verleiht Flüüüüügel!

Nicht schon wieder! Haben wir eigentlich das ZDF auf dem Kieker? Nee, die senden nur so viel in letzter Zeit… Nun gab’s also einen ganzen heiligen Länderspieltag mit Johannes Baptist und Kaiser Franz, rund um das Spiel Frankreich – Deutschland eine Berichterstattung biblischen Ausmaßes, angefangen nachmittags beim Damenfußball bis hin zur nächtlichen Zusammenfassung der WM-Play-Offs. Brennende Mannschaftsbusse gab es im straßenkampfgeschüttelten Paris nicht zu kommentieren, dafür brannte es auf dem Platz. Die Franzosen luden die Deutschen beim 0:0 zwar gastfreundlich zum Toreschießen ein, aber dabei gab’s auch mächtig auf die Socken. Bela Rethy kommentiert, hat alles im Griff. Schlägerei auf der Tribüne? „Farblich keiner ethnischen Gruppe zuzuordnen“, spricht Rethy – wie Bernhard Grzimek in der Version von Loriot – ins Mikro, mehr zu sich selbst. Habe ich das jetzt laut gesagt? Ja, Straßenkampfkommentator. Im Studio dann nach dem Spiel wieder Kerner und Beckenbauer, der bei der Spielanalyse ganzheitlich zufrieden ist, fast alles gefällt ihm: Deutschland sowieso, der Franzose auch gefährlich, später Spanien großartig, Tschechen gut, Norweger noch da, Schweizer super. Türkei raus? Naa, noch net. Lieber Schweiz oder die Türken bei der WM im eigenen Land? Ja gut, die Türken sind ja schon da… Das diplomatische Chor vom ZDF übt sich in christlicher Harmonie, die Feinabstimmung für die WM stimmt, softe Antworten auf wachsweiche Fragen. FANartisch weiß seit Samstag: Mit dem Zweiten sieht man himmlisch harmonisch…

BUCK LEBOWSKI

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