FANartisch: News

8. Dezember 2005 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für KICKER IM KOFFERRAUM

KICKER IM KOFFERRAUM

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Früher, als der Alm-Ödi (wir wissen, dass es „Öhi“ heißen muss) noch lebte und Heidi und der Geisenpeter die coolsten Tricks draufhatten, da war auch bei Real Madrid irgendwie mehr Lametta. Da flüchtete der vereinsintern gesperrte Stürmer Nicolas Anelka aus der spanischen Hauptstadt, indem er sich von seinem Bruder und Manager Didier zum Flughafen fahren ließ. Normal. Nur dass der gute Nicolas sich wegen der vor dem Haus wartenden Reporter im Kofferraum versteckt hatte. FANartisch grübelt: War Michael Ballack vielleicht schon per Kofferraum-Taxi zu Geheimverhandlungen in Madrid? Undementierten Gerüchten zufolge reiste Kevin Kuranyi jedenfalls auf diese Weise zu Bill Gates [<- der reichste Mann der Welt]

8. Dezember 2005 | Auswärtsspiel,Kick,News | Kommentare deaktiviert für AUSLOSUNGSFIEBER

AUSLOSUNGSFIEBER

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Das Warten auf die größte, beste und wichtigste Auslosung, die auf deutschem Boden je stattgefunden haben wird, hat ein Ende, ein helles Licht reißt Deutschland zwischen Bratwurstbude und Glühweinstand aus der wohlverdienten Winterlethargie. Beckenbauer. Leipzig. Die FANartiker sind schon ganz aufgeregt. Grund genug, sich derer zu erinnern, die bereits vor der WM-Qualifikation mit fliegenden Fahnen gescheitert sind!

In keinem Topf:
Dschingisien
Hogwarts
Sambukistan
Graceland
Walhalla
San Fidelio
Westfriesland
La Paloma
Elbien
Süderbrarup
Lowlands
Horny Island
TakaTuka
Sapristi
Potswala
Nappon
Molwanien
Kamtschatka
Wollgarn
Tresino
Kahlua
Monte Christo
Ost-Tirol
Palumbien
Santa Esmeralda
Bratzil
Antarktis
St. Oiberino
Leboffskaja
Loddamaddaus
Gröhland
Gangbangla
Keenerda
Burgundi
Demark
Urgay
Zuwait
Sindapoor
Porkina Sado
Atlantis
Ma Alda
Lummerland
Luxor
Utopia
Hippopotamien
Liliput
Absurdistan
Karawanien
Posemuckel
Vuvuzuela
Trapatonien
Mitropa

7. Dezember 2005 | Kick,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für FUSSBALL BRACHIAL

FUSSBALL BRACHIAL

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 IN: Nonverbale Kommunikation

Alles Alpay, oder was? Alles drin, in diesem Fall, von der Vorverurteilung bis zur Pauschalentschuldigung, von der Psychoanalyse bis zur Mythenbildung. Als die Medien diese Sau kollektiv durchs Dorf trieben, rieben sich die Journalisten nur an unterschiedlichen Borsten, der Übeltäter hatte sich ja längst selbst ins Off geschossen, sagte nix ohne seinen Anwalt, schließlich hatte er für Trainer Rapolder schon bei der Auswechslung auch nur Handzeichen übrig… Davor kommunizierte Alpay noch recht ausgelassen per Ellenbogen, die olle Plaudertasche. Als der Türke in Diensten des FC dann noch auf dem Parkplatz vor unangenehmen Nachfragen der lauernden Journaille flüchtete und erst so tat, als würde er seine Mutter per Handy noch dringend nach diesem einen Lebkuchengewürz für seine adventlichen Backpläne fragen müssen, um dann beim Einsteigen in seinen Wagen schnell die Tür zu schließen, beobachtete die Hamburger Morgenpost Passendes: „Am Sonntag ging’s dann weiter. Als RTL-Reporter Klaus Jakob die eine oder andere Frage loswerden wollte, drückte Alpay auf den elektrischen Fensterheber seines Autos und die Scheibe schloss sich – mitsamt der Hand des wimmernden Jakob…“

Liebe Mopo,
auch wenn Alpay sich für schlimme Ausraster verantworten muss: noch lange kein Grund, Märchen aus 1001 Nacht zu erzählen oder ihn womöglich auch noch für den Gammelfleisch-Skandal verantwortlich zu machen. Alpay knallte, wie man Sonntag auf fast allen Sendern sehen konnte, dem RTL-Reporter die Tür vor der Nase zu, weil er ja vertieft in sein wichtiges Telefonat war. Das klappte erst im wutentbrannten dritten Versuch, weil vorher das überdimensionierte RTL-Mikro das Schließen zweimal verhinderte. Das Bild vom sadistisch grinsenden Fußballprofi, der die Hand eines RTL-Reporters genüsslich mit dem Fensterheber einklemmt, bevor er langsam losrollt, den wimmernden Redakteur im Schlepptau, dieses Bild bleibt dann doch den Autoren einer Fußball-Telenovela im Soprano-Style vorbehalten. Wobei… gute Idee eigentlich. Werde RTL mal ein Skript schicken.

FANartisch selbst hatte sich ja schon vorher weit aus dem Fenster gelehnt bzw. blank gezogen und gleich den nackten Arsch rausgehalten. Nix mit Rudelbildung und roten Karten. Alpay hatte ganz andere Pläne, suchte sich im Kabinengang einen ganz anderen Gegner als Sergej Barbarez. Und statt rot sah er nur schwarz, nichts ging mehr, nachdem Alpay kurz vor der Pause Atouba dessen erstes Bundesligator aufgelegt hatte, legte er sich ausgerechnet mit Guy Demel an, um ihm in der zweiten Halbzeit dann seinen Ellenbogen zu zeigen.

BUCK LEBOWSKI

6. Dezember 2005 | Auswärtsspiel,Kick,News | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #3 – MÜLLERMILCH, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #3 – MÜLLERMILCH, THE

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Die größte Geheimwaffe der deutschen Fußball-Eleven seit Adi Dasslers Schraubstollen ist dieser spezielle Powerdrink aus natürlichen Aufputschsubstanzen wie Kalzium, Eiweiß, Kuhsaft und Traubenzucker. Erfunden haben die Rezeptur von the Müllermilch der Legende nach der Sportmediziner und der Bomber der Nation, Doc Müller-Wohlfahrt und Gerd Müller (äh, hier), die sich nach einigen Streitigkeiten auch auf den Namen einigen konnten. Wenn Torwarttrainer Andi Köpke und Co-Trainer Jogi Löw
(-> JOGI, THE) die Flaschen beim Training nicht gerade zweckentfremden und austrinken, leistet the Müllermilch dem Jürgen („Oh, schaut euch die zwei an, do!“) unverzichtbare Dienste als Hütchen im Slalomparkur und steigert die WM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft ins Unermessliche. Die Nationalspieler sehen schon 10-20 Jahre jünger aus. Danke!

6. Dezember 2005 | News,Tipp | Kommentare deaktiviert für FUSSBALL UNSER

FUSSBALL UNSER

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Amen! Die äußere Erscheinung von „Fußball unser“ (Süddeutsche Zeitung Edition, 18 Euro) erweckt ganz offen- und absichtlich den Eindruck, es handele sich hier um die neue Fußball-Bibel. Schwarz, Hardcover, Ledereinband, Goldschnitt, Goldprägung, Lesebändchen – enthalten sind aber weniger Quintessenz und Glaubensbekenntnis des Fußballs als vielmehr Randnotizen und herrlich unnützes Wissen. Auf den 192 Seiten des neuen statistischen Testaments der Herausgeber-Dreierkette Zaschke/Augustin/von Keisenberg erfährt der Leser keine Anekdoten über die Lebendigkeit des Spiels, sondern etwa die Maße des Spielfelds, die Namen aller Frauen, die George Best verlassen haben, oder, dass Horst Hrubesch einst ein Buch über das Dorsch-Angeln geschrieben hat. Der Mann ist Autor, das muss man sich mal Paroli laufen lassen…Lebendiger wird’s aber doch noch, bei der 1:1-Transskription des vesuvianischsten Wutausbruchs in Fantasiedeutsch, den eine Pressekonferenz hierzulande je hervorbringen durfte: Trapattoni tobt – auch auf Papier in voller Länge ein Naturereignis erster Kajüte. Und hier macht das Konzept sinnloser statistischer Geschichtsschreibung plötzlich noch mehr Sinn, weil so neben dem Volksgut „Was erlaube Struunz“, „wie eine Flasche leer“ und „habe fertig“ nicht einer der ebenso goldenen Nebensätze verloren geht. FANartisch meint: Alles in allem also etwas für jene, die ohnehin schon alles über Fußball wissen (oder das zumindest über sich denken). Schön gemacht, Statistik vom Feinsten, aber wer über Spiel, Leidenschaft und Support lesen möchte, der möge sich eine andere Bibel suchen (vielleicht eine, die mit „Fever“ beginnt und mit „Pitch“ aufhört)…

BUCK LEBOWSKI

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