3. Juni 2006 | Kick,News | Keine Kommentare

Wieder da, wie immer…

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Der neue Oliver Kahn: jetzt als Papa Schlumpf der Mannschaft erster Anlaufpunkt und Hort der guten Laune – nicht nur für den Schweini so wertvoll wie ein kleines Steak…

Wir hatten ja schon alles vorbereitet, der Nachruf auf die deutschen WM-Chancen war bereits geschrieben, der Chefredakteur las missmutig von der Niederlage gegen Kolumbien im letzten Testspiel, 0:3, alle Tore Valderama (wie, der spielt gar nicht mehr?!), die „Abwehr“ ein einziger Torso, der international ironisch so genannte Cattenacio germanico, löchriger als Schweizer Käse, unorganisierter als die Germanen-Matte von Olli Kahn. Und Klinsmann grinsend in Erklärungsnotstand, die BILD-Journalisten („Journaille“ liegt buchstabenmäßig einfach zu nah bei „Kanaille“, und das verbietet sich in diesem Fall doch, oder?) feixend am Feiern, sich an der Katastrophe weidend. Und dann… kam alles anders, wie immer eigentlich.

Ja gut, äh, ich sach mal: Die Abwehr war immer noch nicht richtig sattelfest, die Arbeit nach hinten immer noch suboptimal, der Gegner hieß nur Kolumbien – ABER das SPIEL nach VORNE: eine Augenweide!!! Der Schweini besser denn je, der Poldi supidupi, beste Buddies eben, wie sich das gehört. Direktspiel über fünf Stationen, Pässe in die Tiefe, Dribblings, die Sinn machten und gewonnen wurden, Flanken aus vollem Lauf, Bissigkeit in den Zweikämpfen, Pressing de luxe. Spielfreude, Torchancen en masse, rausgespielt, Standards.

Kurz: die (Wieder-)Geburt einer neuen, einer richtigen Mannschaft, die zusammenhält, fightet und … endlich mal wieder Fußball s p i e l t. Hut(h) ab, Mr. Klinsman! Das alte, längst verloren geglaubte Confed-Cup-Feeling ist wieder da, die Vorfreude auf die WM kein billiger Durchhalte-Optimismus mehr. Doch warum überrascht uns das eigentlich? Wir sind wieder da, preußisch-pünktlich zur WM, wie immer…

TOM S. HUNTER


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