19. Januar 2006 |
Le Pissoir,
News,
Vor 100 Jahren |
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Früher, als die Spanier auf Basis der Siesta und der Erfahrungen in der Eselszucht auch das Zeitspiel beim Fußball erfanden, da war die Welt auf der iberischen Halbinsel noch in Ordnung und Hektik ewas für Touristen, die den Flieger verpasst haben. Alles vorbei! Gleich acht Mal Rot wegen Spielverzögerung zeigte der spanische Schiedsrichter Ayra Gamez in der 48. Minute des Punktspiels der Primera Division zwischen Betis Sevilla und Atletico Madrid (1:0) – und zwar sämtlichen Balljungen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren verließen daraufhin vor über 40.000 Zuschauern weinend den Platz. Laut Gamez hätten die Balljungen in allzu provozierender Manier versucht, das Spiel nach dem Führungstreffer der Heimmannschaft zu verzögern. FANartisch sagt: Kopf hoch, Jungs! Wenn ihr Glück habt, werdet ihr nur fürs nächste Auswärtsspiel gesperrt…
TOM S. HUNTER
18. Januar 2006 |
Kick,
News,
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ARS Berlin ist nicht nur die Agentur, die uns mit den wundervollen Nutella-Spots zum Lachen bringt (*sing* „Country-Hinkel, take me home / To the place I belong / West Virginia…“), nahein, die Kreativen mit der plakativsten Website machen jetzt auch eine auffällige Print-Kampagne für das Fußballmagazin RUND mit aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten. Was Dietmar Bär hier meint, sollte Opa dann lieber erst bei RUND nachlesen, bevor er ihn bei Borussia auf der Tribüne mit dem Stock bedroht. FANartisch schaut fasziniert auf die Collage und fragt sich: Ist es besser, dieses metrosexuelle Titelbild von RUND gezeigt zu bekommen, oder würden wir dann doch lieber die Rote Karte kriegen?
16. Januar 2006 |
News,
Tipp |
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Doch, es gibt sie, die Evolution des Fußballfans, nicht erst seit Hornby, nicht nur vom Stehplatz zum Sitzplatz. Und doch, es gibt ihn, es gibt mindestens einen guten Versuch, eine Art „deutsche Version“ von „Fever Pitch“ hinzulegen – mindestens diesen hier. Axel Formeseyn a.k.a. „Acki“ ist mit seinem Fußballtagebuch „Voll die Latte“ (Europa Verlag, 12,90 Euro) dieser Volltreffer gelungen. Während vielerorts noch diskutiert wurde, ob man nach „Fever Pitch“ so etwas auch für die deutsche Fußballszene hinkriegt, ob man das überhaupt braucht, warum deutsche Autoren genau so ein Buch nicht schreiben können – während also viel diskutiert wurde, hat Acki das mal alles aufgeschrieben, wie das so ist mit ihm und HSV und dem Erwachsenwerden.
Es ist nicht leicht, das Leben eines leidenschaftlichen Fußballfans, für den HSV von klein auf das Superste überhaupt ist. Schon gar nicht, wenn das mit den Mädchen anfängt und in die ritualisierte, heile Fußballwelt einbricht. Die von Spielplan und Freundschaftsritualen geprägte Ordnung gerät aus den Fugen, und überhaupt sollte man vielleicht endlich mal erwachsen werden. Axel Formeseyn, Kolumnist bei 11Freunde und heute sogar stolzes Aufsichtsratsmitglied beim HSV, ist der Spagat gelungen, die Perspektive eines kleinen Jungen übergehen zu lassen in die eines formell erwachsenen Kindskopfes, dem beim Fußball immer noch die dollsten Dinger passieren. Ein Buch für alle Fußballinfizierten (nicht nur für HSV-Fans) – und ihre Frauen oder Freundinnen! Ein kleiner Einblick in die großen Leidenschaften eines Mannes kann nicht nur sehr erheiternd sein, sondern einen völlig neuen Kosmos eröffnen. Sagt meine Freundin, die das Buch verschlungen hat und mich nun immer so wissend angrinst. Willkommen im Fußball!
TOM S. HUNTER
15. Januar 2006 |
Auswärtsspiel,
Le Pissoir,
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Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat zu einer verbesserten Integration ehemaliger Spitzensportler in das Berufsleben aufgefordert. Beim Neujahrsempfang des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in Frankfurt betonte Koch, dass die Sportler aufgrund ihres speziellen Werdegangs auch im beruflichen Alltag nach ihrer sportlichen Karriere zu Spitzenkräften avancieren würden. FANartisch appelliert: Dear Lothar, we hope you have a little bit lucky in Brazil, so we don’t have to reintegrate you all to soon!
Frage: Bleibt eine Spielerfau eigentlich immer Spielerfrau, auch nach der Karriere?
14. Januar 2006 |
Kick,
Le Pissoir,
News |
Kommentare deaktiviert für Ey, Trainer, hast mal Feuer?
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German Räuchermännchen have a little bit lucky
(8 Inch Smoking Man, Handmade in Germany)
Ausgewechselte Fußballer dürfen in Ostfriesland noch an der Seitenlinie die erste Zigarette danach rauchen – ungestraft (es sei denn, der eigene Trainer verpasst ihnen einen gehörigen Tritt in den Hintern). Das Kreissportgericht Wittmund hob die Rote Karte gegen einen Spieler des Kreisligisten SV Fulkum auf, der sich nach seiner Auswechslung in der Partie gegen den SV Werdum direkt eine Zigarette angesteckt hatte, worin der Schiedsrichter eine grobe Unsportlichkeit sah und ihm die rotglühende Nichtraucherkarte zeigte. FANartisch meint: Wenn die Ostfriesen ausgewechselten Kickern nun noch das Weizenbier am Spielfeldrand genehmigen, sollten Fulkum und Werdum exzellente Chancen auf die Verpflichtung von Mario Basler als Spielertrainer haben.