Danke, Fußball!!!
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Es wird Zeit, Danke zu sagen und Farbe zu bekennen…
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Es wird Zeit, Danke zu sagen und Farbe zu bekennen…
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Des Wahnsinns fette Beute? Freut man sich bei Die Berliner (DB) etwa schon auf neue Vereinsfarben?
In Wolfsburg bestreiten sie jetzt ihre Heimspiele stilsicher mit einem blau-gelben Heimspielball, der ganz besonders schön an den Erzrivalen Eintracht Braunschweig erinnert. Die Bremer holen zu besonderen Anlässen nicht nur besonders schlaue Trikotwerbung aus der Asservatenkammer – „We Win!“ liest sich bei Heimpleiten besonders ironisch –, sondern an besonderen Feiertagen auch wieder Trikots in den fast schon vergessenen Vereinsfarben grün-orangeweiß. Und der Hoeneß Uli läuft dafür jetzt werder-giftgrün vor Neid an, um danach in Hochform den Medien zu diktieren, wer hier zwar schönen Fußball spielt, werda für aber nicht so unerträglich hochgejubelt werden soll und werda am Ende zuletzt lacht. Dünnhäutigkeit, Schwäche, Gefühlswallungen & Krawall aus Kalkül – und schon ist sie da, die Wirkung, prompt, wie früher, Managerfuchs, der, Schlachtenlenker, erfahrener Fahrensmann, der Hoeness Uli, Abteilung Attacke. Werder verliert und spielt mal wirklich keinen schönen Fußball mehr, und Bayern dreht auf einmal ein längst verlorenes Spiel in alter Duselbayernmanier. Da wird es selbst Hauptsponsor Telekom verzeihen, dass Hoeness nicht mehr vor Zorn in Magenta anläuft… Nur: Tabellenführer sind die Schwabenpfeile vom VfB Stuttgart. In goldenen Trikots. Wahnsinn!
Und pünktlich zum Start in den närrischen Wahnsinn übertreffen sie sich in Köln damit, den Karneval auch angemessen zu begrüßen, nein, selbst zum Karneval zu werden, spielerisch unberechenbar, alles auf den Kopf stellend, das Obere nach unten kehrend. Die Fans bringen das Zweitliga-Elend zum Auf-Schals-Sticken schön auf den Punkt: „Der FC ist ein Walross. Strandet in der Provinz, zieht die Einheimischen an und bewegt sich zur allgemeinen Erheiterung noch ein bisschen.“ Und Christoph Daum übernimmt gleich alle Rollen im Kölner Dreigestirn und schmeißt im Krankenhaus ne kleine Pressekonferenz, um zu erklären, dass es noch nix zu erklären gibt. So ist nur Kölle, so ist nur ne Kölsche Jung, das gibt’s nur beim FC. Aber die Pillen schocken, die wollen wir auch haben. Sooo viele Farben! Wahnsinn!
BUCK LEBOWSKI
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Darum!
Foto: Warum halb vier?
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Unter der Überschrift „Frauenpower für den Fußball“ setzten die WESTFÄLISCHEN NACHRICHTEN in Münster folgenden kleinen Anreißer auf die Titelseite: Der SC Preußen Münster hatte am Samstag geballte weibliche Unterstützung. 220 Mädchen der Hildegardisschule (!) zogen gemeinsam ins Stadion, um den Verein enthusiastisch (!!) zu unterstützen. Initiiert hatte die Aktion … UND JETZT KOMMT’S … der Schulseelsorger (!!!). FANartisch meint: Verein, wenn du darniederliegst, wenn du vor Sorgen nicht mehr weiterweißt, wenn’s im Sturm nicht flutscht und das Mittelfeld stottert, wenn’s in der Abwehr klingelt – ruf! ihn! an! Den Schulseelsorger! Preußen Münster siegte nämlich mit so viel seelischem Beistand 1-0. Weißt Bescheid, HSV!
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Ganz unten ist er, der Dr. Markus Merk. Wollte nach der WM im eigenen Lande gar die Pfeife an den Nagel hängen, zu hoch waren die eigenen Ansprüche, zu schlecht die Bewertung seiner Schiedsrichter-„Leistung“ durch FIFA und Fans. Das Schwarze Loch nach der sommerlaunigen Weltmeisterschaft, die doch „seine“ WM werden sollte. Statt Finale war für Merk nach einem seltsamen Elfmeterpfiff und anderen merkwürdigen Fehlentscheidungen schon nach der Vorrunde schluss. Schon in der vergangenen Bundesligasaison fiel der Zahnarzt aus Kaiserslautern mit schwachen Leistungen und einer noch schwächeren Selbstdarstellung auf, krönender Höhepunkt dann das furiose Saisonfinale, als zwischen dem HSV und Werder Bremen so viel auf dem Spiel stand und Merk über die direkte Champions-League-Teilnahme auch ebenso direkt mit der Pfeife entschied. Von Selbstkritik keine Spur. Alles richtig.
In dieser Saison macht Merk, der einst gar „Weltschiedsrichter“ der Jahre 2004 und 2005 und damit Aushängeschild der deutschen Schiedsrichtergilde war, nach Besinnungspause dann doch weiter – und schließt nahtlos an sein andauerndes Leistungstief an. Club-Trainer Hans Meyer unterstellte Merk in dessen vierter Partie nach der Weltmeisterschaft in der entscheidenden Szene sogar Absicht. „Mich hat der Pfiff nicht gewundert. So einen Elfmeter muss man geben wollen, sonst kann man ihn nicht geben“, wetterte Meyer. Und ist damit in guter Gesellschaft der HSV-Fans, die das Merk schon nach dem letzten Saisonfinale auf den Kopf zusagten und ihn nie wieder als Schiedsrichter bei einem HSV-Spiel sehen wollten. Und … dieses Wochenende … sehen sie ihn wieder, müssen sie ihn in Wolfsburg wieder sehen.
Für den Zahnarzt mit der Fistelstimme könnte das eine Gelegenheit sein, etwas an Glaubwürdigkeit und Renommee zurückzugewinnen. Hans Meyer würde mit Merk jedoch auch künftig bei allerbesten Leistungen in Gold und einem ganzen Fass voller Selbstkritik wohl kein Bier mehr trinken gehen. FANartisch meint: Wir schauen uns seine aktuelle Leistung dann mal noch genauer an. Aber für uns steht fest: Nach der Schiri-Glatze Colina, diesem italienischen Meister Propper mit den Adleraugen von Popeye und dem Fingerspitzengefühl von Gina Wild, ist kein Schiedsrichter dem Titel „Weltschiedsrichter“ mehr gerecht geworden. Ein Rückritt von Markus Merk wäre in der Tat, um es mit Dittsche zu sagen, eine „Weltidee“ gewesen…
BUCK LEBOWSKI