23. Februar 2006 | Kick,News | Keine Kommentare

WM OHNE SCHLACHTGESÄNGE?

[inspic=1326,,,0]

Leisten sich die teuersten Vorsänger: die Fans der Elf vom Niederrhein 

Dr. Reinhard Kopiez, jener Professor für Musikpsychologie, der sich schon im letzten Jahrtausend erfolgreich auf die Suche nach „Urhymne“ und „Urrhythmus“ auf den Fußballtribünen dieser Welt gemacht hat, meldet sich doch glatt auch zur WM zu Wort: Die Chancen für eine Vielfalt der Gesänge bei der Fußballweltmeisterschaft stünden schlecht, schließlich sei das Publikum aus vielen Ländern zusammengewürfelt und könne sich wohl nicht auf komplexeres Liedgut verständigen. Ob die mit Spannung erwarteten englischen Horden ihn da nicht eines Besseren belehren? Bei den deutschen Fans könnte er da allerdings richtig liegen – aber nur, wenn die alle ihre Tickets bei eBay verticken und nur noch die Kartenkontingente für Sponsoren, Gemeinden und Politiker fest in deutscher Hand bleiben. FANartisch findet: „Olé olé, super OBI!“ und „Ohne Stadtrat wär hier gar nix los!“ sollten im Stadion dann auch mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. So, wie jetzt in Gladbach nach dem Derbysieg gegen den FC das Anstimmen von Schmähgesängen gegen den Rivalen aus Kölle für Kasey Keller und Jeff Strasser teuer wurde. Beide Gladbacher Profis wurden vom Kontrollausschuss des DFB zu jeweils 3000 Euro Geldstrafe verdonnert, Entschuldigung beim FC Köln inklusive. Wobei die Borussen-Fans Professor Kopiez eines ganz deutlich gezeigt haben sollten: In der Bundesliga bedarf es immer noch nur weniger Takte, um ein Lied anzustimmen, das aus tausenden Kehlen freudig mitgesungen wird. Und erst die Vielfalt

BUCK LEBOWSKI


Mehr Tore, Videos, Sensationen. Mehr Fußball.