VON SCHIRIS UND ANDEREN VÖGELN

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Norbert Meier sorgte in Deutschland unlängst mit dem ersten eingedrehten Selbstverletzer, einem hingehauchten Kopfstößlein mit anschließender Ohnmachts-Schraube rückwärts und wundersamer Verletzung unter dem Auge, für den Präzedenzfall unter den Trainern und Furore in den Medien. In Spanien bewies zuvor bereits ein Schiedsrichter, dass nicht nur Spieler theatralisch dahinschwalben können. Der Unparteiische Jose Luis Prados Garcia ging einst beim Erstliga-Punktspiel zwischen Racing Santander und Real Saragossa (1:2) wie vom Blitz getroffen zu Boden, als Santanders Torwart Jose Maria Ceballos ein wenig nahe an ihn herangetreten war. Aufnahmen des Fernsehens machten deutlich, dass der Keeper den Schiedsrichter kaum berührt hatte – aber dafür von dem Hingestreckten selbstverständlich die rote Karte sah. Das Sportblatt „As“ bezeichnete Prados Garcia, der in der Saison davor noch als Spaniens bester Unparteiischer ausgezeichnet worden war, daraufhin als „Schauspieler“. FANartisch fragt sich: Wann schwalben wohl die ersten Manager, Spielerfrauen, Maskottchen, Physiotherapeuten, Mannschaftsärzte, Kommentatoren, Spielerberater, Balljungen oder Flitzer oscarreif über die Szenerie?

BUCK LEBOWSKI


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