Bundesliga remixed #34 06/07

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Standesgemäß. Das Meisterfoto der Herzen…

HSV – VfB, Olé Olé! MFG. Mit freundlichen Grüßen, die Welt liegt uns zu Füßen, denn wir stehn drauf! Fanta 4 wussten immer schon, wie der Hase an diesem 34. Spieltag, dem letzten der Post-WM-Saison laufen würde, wer die Sieger auf den letzten Metern sein würden. Die Fantastischen Vier hoben visionär wohl vor allem den VfB Stuttgart hervor, der seine insgesamt fünfte Deutsche Meisterschaft mit 8 Siegen in Folge in den letzten 8 Spielen der Saison souverän zementierte – die Konkurrenz konnte mit dieser Stabilität und mannschaftlichen Geschlossenheit nicht mithalten, kapitulierte vor so viel schwäbischer Konstanz und Häuslebauer-Solidität. Meisterle! Meisterkerle! Am Ende fraß Maskottche Fritzle alle auf – das Krokodil des VfB Stuttgart vergoss Freudentränen und hielt seine gefräßige Schnauze in die Jubeltraube, war mittendrin statt nur dabei im Meister-Pulk der VfB-Spieler…

Meisterlich auch die Huub-Stevens-Tabelle des HSV, nach all den unglaublichen Tiefen der Saison versöhnte die HSV-Fans das ganze Glück dieses letzten Spieltags, wenn auch „nur“ der Platz im UI-Cup dabei heraussprang. Und so kündigte Boss Bernd Hoffmann für sich persönlich schon mal eine alkohöllische Nacht an, während Huub Stevens nüchtern betonte, am nächsten Morgen die Planungen für die neue Saison vorantreiben zu wollen – der Mann ist definitiv Preuße, kein Holländer!

Nie mehr meisterlich? Beim FC Schalke herrschte Ernüchterung, ja, auch diese gewisse Leere, aber nicht jene tränenreiche Verzweiflung der legendären Fünf-Minuten-Meisterschaft. Die Tränen waren nach der Schmach von Dortmund geflossen, der Tränenstrom längst versiegt. Hohn und Spott gab’s trotzdem gratis, ein gelb-schwarzes Fugzeugbanner (Banner, Banner … da war doch was?) verkündete fröhlich über der Arena AufSchalke „Ein Leben lang keine Schale in der Hand!“, eine Stuttgarter Botschaft lautete „Schalke nie!“ Und die angereisten Bielefelder Fans bewiesen mal wieder ihren kollektiv-kreativen Spontanminimalismus und winkten auf die Spanische mit – Andy Möller sei’s getrommelt – Taschentüchern… Wenn man sich auf was verlassen kann, dann auf eine schwäbische Bausparkasse und darauf, dass Hohn & Spott ganz sicher zu Besuch kommen, wenn die Katastrophe vorher schon vorbeigeschaut hat…

Darauf, dass der Meister auch wirklich kommen würde, darauf konnte man sich dann doch auch irgendwie verlassen beim ZDF-Sportstudio, schließlich sind’s die seriösen Schwaben, die hier den Triumph triumphal feierten. Aber Poschmanns Meistersuche erinnerte schon arg ans Warten auf Godot und an Harry Valeriens legendäres Warten auf Behle – „Wo ist Behle?“ Wo war der VfB? 3 Stunden dauerte der Triumphzug in edlen Daimler-Karossen durch die frenetische Menge, eine Fahrt, die sonst in 6 Minuten zu machen ist, wie Meistertrainer Armin Veh versicherte. Stuttgart längst wieder auf WM-Niveau, wenn nicht sogar drüber, der Fahnensommer 2006 feiert in Stuttgart 2007 ein mehr als würdiges Revival. „Mit der Schale fahrn wir nach Berlin!“ war nur einer der vielen schwäbischen Meister-Hits. Da können es die VfB-Fans bestimmt verzeihen, dass Kapitän Meira die verdiente Radkappe hochhielt im Gottlieb Daimler sein Stadion – die Kehrseite der Meisterschale ist nun wirklich eher die Kehrseite der Medaille! FANartisch meint: Der Mann braucht einfach mehr Übung im Stemmen von Salatschalen und anderen Auszeichnungen… Wir wetten, schon den DFB-Pokal wird er richtig herum in den Berliner Abendhimmel halten!

BUCK LEBOWSKI


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