FANartisch: News

13. Februar 2006 | Kick,News | Kommentare deaktiviert für ZWEISTELLIG

ZWEISTELLIG

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Bayern an Erde: „Houston, we have no problem!“
 Foto: hsv-sc.de

10 Punkte, zweistellig der Vorsprung des FC Bayern vor „Verfolger“ HSV, dessen Trainer Thomas Doll man diesmal nur allzu gerne die mantrisch gebeteten Worte „nur eine Momentaufnahme in der Tabelle“ aus dem Zusammenhang reißen möchte. Um sie ihm Hilfe suchend im Munde umzudrehen und trotzig und angriffslustig (im wahrsten Sinne des Wortes) gegen die enteilten Bayern zu verwenden, denn sonst ist unsere schöne Bundesliga ja auch schon zur Operettenliga verkommen, wie jahrzehntelang prophezeit im Gleichnis mit der Schere, die immer weiter auseinander klaffe. Ist nun sogar schon die gesamte obere Scherklinge Bayern, ist Uli Hoeneß vor seinem avisierten Ruhestand endlich am Ziel angelangt? Oder sind wir im Gegenteil endlich wieder auf dem Niveau anderer europäischer Top-Ligen angekommen, was ein Blick über die Landesgrenzen deutlichst zu bestätigen scheint: Chelsea und Juve 12 Punkte sowie Olympique Lyon 7 Punkte (bei einem Spiel weniger) Vorsprung auf den jeweiligen Tabellenzweiten, wogegen sich selbst der 6-Punkte-Vorsprung in Spanien und Holland von Barca und PSV geradezu dramatisch spannend ausnimmt. Und was sagt Hoeneß selbst? „Die Tabellensituation ist für uns sehr gefährlich.“ Aha. Und – auch hier wieder so trotzig wie mutig aus dem Zusammenhang gerissen – weiter: „Es ist überheblich, wie wir spielen.“ JA! FANartisch gibt dem Bayern-Manager uneingeschränkt recht, liefert aber den ernüchternden Zusammenhang dann doch noch nach: „Wenn wir so gegen Milan spielen, haben wir keine Chance.“ Es ist schon ein Kreuz mit dem Zusammenhang

TOM S. HUNTER

8. Februar 2006 | Auswärtsspiel,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #7 – TEAMGEIST, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #7 – TEAMGEIST, THE

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Früher, als er noch jung war und unter dem Namen „Geist von Spiez“ firmierte, war alles noch super, ein Spiel dauerte 90 Minuten, ein Wunder etwas länger (Bern liegt nun mal in der Schweiz), und auf dem Platz standen elf Freunde. Heute heißt er „Teamgeist“, wird von Millionären hin- und hergeschoben, offiziell mit Füßen getreten. Und der Jürgen findet das trotzdem „subber“, denn Teamgeist ist jetzt der Spielball der FIFA WM 2006™ in Deutschland. Immer noch rund, immer noch von adidas, aber längst schon ohne Nähte und nicht mehr aus Leder. Kann im Gegensatz zum Modell „Pille“ in der Regel nicht sprechen – und das ist auch gut so…

5. Februar 2006 | Auswärtsspiel,News,Tipp | Ein Kommentar

PONS punktet in der Hosentasche

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Damit sollte man auch durch die Einlasskontrolle kommen…

Klein, giftig (grün), mannschaftsdienlich – nein, was klingt wie das Arbeitsprofil von „Terrier“ Berti Vogts zu besten aktiven Zeiten bei Borussia Mönchengladbach und Nationalelf, beschreibt hier das neue Fußballwörterbuch von PONS (Ernst Klett Sprachen, 4,95 Euro). So handlich, dass es in der Hosentasche sogar den Weg durch die Einlasskontrolle mit ins Stadion finden kann, überzeugt das in bewährtem Giftgrün gehaltene Nachschlagewerk auf 200 Seiten mit allen Ausdrücken rund um den Fußball in den wichtigsten Fußballsprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Deutsch. Verstehen-Lernen wird groß geschrieben, vor der Weltmeisterschaft im eigenen Lande machen sich neben dem „Fußballglossar“ mit den wichtigsten Begriffen (Portugiesisch ist die einzige der Sprachen, die für das Wort „Hooligan“ noch eigene Bezeichnungen bereithält!) auch die Kapitel „Miteinander reden“ und „WM-Lexikon“ sowie WM-Statistikteil und Spielplan gut, um im konkreten Dialog mit der Brasilianerin oder dem britischen Nicht-Hooligan eine gastfreundliche Figur zu machen. FANartisch meint: Gut, dass auch „Blutgrätsche“ und „Bananenflanke“ im Wörterbuch nicht fehlen, dann müssen wir nicht so oft auf unser ausgefeiltes Gestik-Repertoire zurückgreifen – es sei denn, wir kriegen doch noch Karten für die Spiele der Japaner…

3. Februar 2006 | Auswärtsspiel,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Deutsche Bahn wird erster Namenssponsor der Fußball-Bundesliga, wahrscheinlich sogar ganz bestimmt

Deutsche Bahn wird erster Namenssponsor der Fußball-Bundesliga, wahrscheinlich sogar ganz bestimmt

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Die Internetspatzen pfeifen es aus den Leitungen, aber irgendwie wird es von offizieller Seite eben noch nicht offiziell bestätigt: Die Deutsche Bahn AG wird erster Namenssponsor der Fußball-Bundesliga, Ausrufungszeichen? (Es sei denn, wir sind alle auf einen kleinen Praktikantenscherz reingefallen, wie es momentan aussieht, Ausrufungszeichen! Gelaufen ist das bislang nur auf sportal.de) Um den so flinken wie gewitzten Jungs vom Schandmännchen in Sachen witziger Nachrichtenkommentierung mal zuvorzukommen, nehmen wir das jetzt als Fakt und listen schnell mal die Sprüche auf, die schon gelaufen sind, vorbei, verboten, perdu – dank Schalkeforum, wo ja alle Schalke versammelt sind und alle Schalke im Nacken haben. So, liebe Schandmännchen, ihr kommt doch ganz bestimmt auch ohne die hier klar?!

Bundesliga wird DB-Bundesliga.

– Werden dann die Spiele auch immer mit anderthalb Stunden Verspätung angepfiffen?

– Gibt’s statt der Roten Karte dann die Rote Kelle?

– Im Zuge dessen halten dann auch DauerCard 50, Frühbucherrabatt und Wochenendticket Einzug in die Bundesliga.

Lok Leipzig steht damit bereits als erster Aufsteiger in die Deutsche Bahndesliga fest.

– Wird die 1. Bundesliga nun zwangsläufig auch zweigleisig (Nord/Süd)?

– Im Stadion darf man sich dann auf die Durchsagen freuen: „Die Spieler kommen voraussichtlich in 10 Minuten“

– Ohne Platzreservierung bleibt dann oft nur der Stehplatz im Aufgang.

– Heißt es bald auch DB-Pokal?

– Die Frage ist dann: Raucher- oder Nichtraucherblock?

TOM S. HUNTER

2. Februar 2006 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für DIE FANartisch-FRÜHJAHRSDIÄT #1

DIE FANartisch-FRÜHJAHRSDIÄT #1

 

Heute: für Fans von Borussia Mönchengladbach
– Denken Sie beim Frühstück so oft wie möglich an das Konzept von Dick Advocaat zurück. Versuchen Sie, darin zumindest logische Strukturen zu erkennen. Sie haben immer noch Hunger? Suchen Sie nach dem Masterplan hinter Dicks Aktionen!

– Verzichten Sie vor Heimspielen der Gladbacher Borussia auf lecker Mittagessen, fahren Sie erst zum Bökelberg, um sich von den Trümmern Ihrer Kindheit zu verabschieden. Danach dann mit gedämpftem Appetit und Träne im Knopfloch auf in den mausgrauen Borussia-Park.

– Hier zählen Sie sich nun erst mal einen, alle in den Boden eingelassenen Spender-Rauten vor dem Stadion wollen gecheckt sein. Das lenkt ab und hält die grauen Zellen frisch! Sie kennen die Zahl schon auswendig? Mehrfach geprüft? Suchen Sie geflissentlich nach bestimmten Namen, beginnen Sie doch einfach mit „Crazy Dutchman“!

– Vor Betreten des Stadions vernichten Sie Ihre letzten selbst mitgebrachten Altbierreserven, wie sich das gehört. Auf nüchternen Magen sind Sie nun nicht mehr nüchtern. Nutzen Sie das, um nicht nur kurz vor dem Spiel „Die Elf vom Niederrhein“ lauthals mitzusingen, sondern während der gesamten ersten Halbzeit.

– Erschöpft vom Singen? Völlig fertig vom Spiel der Borussia? In der Halbzeitpause reißen Sie sich einfach die Mannschaftsaufstellung aus dem Fohlenecho und verinnerlichen, d.h. verspeisen diese in kleinen Bissen. Der Weg zu den Buden ist ohnehin beschwerlich, die Schlangen sind lang und Trennkost ist angesagt. Freunde bringen Ihnen gern ein Alt und ein Tütchen Senf mit!

– Nach dem Spiel sofort zu Heidi Lachs! Stellen Sie sich ganz hinten an, drängeln Sie sich auf keinen Fall vor: Wenn Sie dran sind, gibt es nicht mal mehr ein halbes Fischbrötchen. Stellen Sie sich jetzt erst an der nächsten Würstchenbude an. Damit erzielen Sie den Effekt, dass Bratwurst und Bier nun exakt dieselbe Temperatur haben. Sie wollen Ihren darbenden Magen doch nicht erschrecken, oder?

– Zu Hause angekommen, verzichten Sie einfach mal auf die Sportschau – schließlich knurrt Ihr Magen immer noch so böse, wie Monica Lierhaus gar nicht gucken kann. Legen Sie stattdessen das Video mit der alten Tatort-Folge ein, in der Berti Vogts sagt: „Gib dem Kaninchen eine Möhre extra – es hat uns das Leben gerettet!“ Schließlich haben Sie sich zum Knabbern nun auch ein wenig Rohkost zum Altbier redlich verdient.

TOM S. HUNTER

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