FANartisch: Le Pissoir

20. April 2015 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Spektakuläres Torwart-Eigentor im Sitzen: Der Sitzrückzieher-Eigentorwart

Spektakuläres Torwart-Eigentor im Sitzen: Der Sitzrückzieher-Eigentorwart


Ein Torwart-Eigentor im Sitzen kriegt man nun wirklich nicht jeden Tag zu sehen, denn das ist eine dilettantische Meisterleistung erster Kajüte, die auch nicht jeder Torhüter beherrscht. Vielleicht ist das, was wir im Video oben sehen, das erste Sitzrückzieher-Eigentor eines Torwarts überhaupt (von Fallrückzieher-Eigentor kann im Sitzen ja keine Rede sein, es sein denn, man kann sitzen und fallen gleichzeitig, was ja gleich die nächste spektakuläre Meisterleistung wäre). Man sollte jedenfalls einen goldenen Rahmen der Erinnerung darum bauen und sich freuen, so etwas mal gesehen zu haben im Fußball. FANartisch hält jedenfalls die Bestnote in Kür und Pflicht hoch: 10,0

20. April 2015 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Fußball – ein Psychotest (inspired by Rohrschach & Magath)

Fußball – ein Psychotest (inspired by Rohrschach & Magath)


So ein Psychotest könnte im modernen Fußball hilfreicher denn je sein, wenn man es richtig angeht. Was wir hier versuchsweise abgeleitet und im Bewegtbild weiterentwickelt haben aus dem berühmten Rohrschachtest, kann man zwar im magathschen Sinne analytisch weder als Torschachtest noch als Medizinball der Erkenntnis bezeichnen, Heureka, aber es müsste seinen Zweck erfüllen. Nicht nur als Psychotest für HSV-Fans…

Was sehen Sie hier?

a) Etwas extrem Weirdes, was unbewusst, fest verankert im Unterbewusstsein, ganz schlimm an Tim Wiese erinnert
b) Kermit der Frosch singt „It’s Not Easy Being Green“
c) Einen Torwart in Grün, der sich über einen rosafarbenen Ball abrollt
d) Irgendwas Esoterisches
e) Einen Fall für Dr. Mull

Wenn Sie sich eindeutig festlegen konnten, sind Sie:

a) HSV-Fan
b) Greuther-Fürther
c) Fußball-Fan (um nicht zu sagen: Fußball-Fanatiker)
d) OMG G. Alao (Werbe-Hooligan, Schanzen-Snacker, Edelfeder und Projekte-Pitcher, Sankt Pauli, Hamburg)
e) Philipp Köster (Nicht der Surfer, der 11Freunde-Nerd mit dem Doppel-P)

Das heißt …

a) Sie glauben an gar nichts mehr und leben lieber in der Vergangenheit als in der brutalen Realität eines modernen Fußball-Alltags. Ihre Weltflucht besteht im Hören von alten NDW-Platten auf Vinyl oder „Cassette“ (Nena! Falco! Extrabreit!) oder der Drei Fragezeichen (zum Einschlafen!). Sie haben in den letzten Monaten 10 Kilo zugenommen (Frustfressen! Alkohol! Ihre Leber hat die Größe und Form einer Grapefruit, ihr Bauch ist ein knallharter Medizinball aus Bier und Schmerzen!) oder abgenommen (Appetitlosigkeit! Unwohlsein! Melancholie! Magengeschwüre! Cholerische Anfälle! Kopf-gegen-die-Wand-Schlagen!). Ihre Helden sind Ernst Happel, Branko Zebec, Uwe Seeler, Kevin Keegan, Horst Hrubesch, Manni Kaltz, Uwe Bein, Heinz Gründel, Miroslav Okonski, Charly Dörfel und … ein gewisser Felix Magath. Und nach dem sensationellen Klassenerhalt nach dem 34. Spieltag natürlich auch wieder Bruno Labbadia!

b) Sie sind so ziemlich der einzige Fan eines „grünen“ Teams, dem es zurzeit schlecht geht, rutschen immer tiefer in den Abstiegskampf. Machen Sie das Beste draus. Allen anderen ist das ohnehin egal, mit Ausnahme der Glubberer vielleicht. Und hören Sie endlich auf, mit den verpassten Chancen in der Relegation gegen den HSV zu hadern. Sie werden sehen: Der HSV kann einfach nicht absteigen!

c) Es ist mehr so eine Diagnose, ein pathologischer Befund, kein Spaß. Eine Leidenschaft, die Leiden schafft. Mit Ihren Augen ist alles in Ordnung, allein: Es fehlt Ihnen die Phantasie, um über den Tellerrand Ihres ontologischen Dilemmas hinauszublicken. Gefangen im Körper eines Allesfahrers, Allesguckers, zieht Ihr Leben in Spielzeiten und Rahmenterminkalendern an Ihnen vorbei. Ihre Freundin ist aus Leder, natürlich Kunstleder, Kunststoff, aufblasbar, rosafarben durch die rosarote Brille Ihrer Deutungshoheit – und manchmal wälzen Sie sich darauf herum wie ein Hund, dem das Fell juckt. Oder so ein Torhüter wie im Video oben. Schämen Sie sich nicht. Es ist Frühling.

d) OMG! Sie sagen Dinge wie OuhEmmGiie und snacken Snacks im Blatt, aufm Blatt und ums Blatt herum. Von Fußball haben Sie „voll die Ahnung“, Ihr Approach ist Appeal und Attitüde zugleich, Ihre Heimat die VIP-Loge der ewigen Gentrifizierung…

e) Wenn Sie mal nicht gerade das 11Freunde-Magazin für Fußball und seine Kultur leiten, planen und weiterentwickeln, sind Sie nicht nur als DSC-Fan mit Arminia Bielefeld im Epizentrum der Spaßgesellschaft unterwegs, sondern auch als Berliner Hipster. Denn Sie haben auch Twitter durchgespielt und überraschen als Fußball-Experte nicht nur mit absurden Tipps im Videobeweis und zotigen Fernsehauftritten in der Tradition von „Fips Asmussen meets Jean-Paul Sartre“, sondern reüssieren als Günter Hetzer sowie als Doktorvater eines gewissen „Dr. Mull“, dem Arzt, dem die Bayern vertrauen, nach allen Regeln der Kunst, dass es eine Art hat. Herzlichen Glückwunsch!

18. April 2015 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Pussy Terror TV: Mario Großreuss – eine Pressekonferenz für den Fußball (Kebekus / van Ryssen)

Pussy Terror TV: Mario Großreuss – eine Pressekonferenz für den Fußball (Kebekus / van Ryssen)


Fußball-PK bei Pussy Terror TV im WDR, Carolin Kebekus und Karsten van Ryssen, Pussy Sport: Pressekonferenz mit Mario Großreuss! Genial prollig, prollig genial, diese infernalische Mischung aus Mario Götze, Kevin Großkreutz, Marco Reus und … Lukas Podolski aus Bergheim, machstenixdran. Unterhaltsamer geht nicht. Näher dran an der armseligen Fußballmentalität der Jungmillionäre auch nicht. Disco, Selfie, Trallala. Der DFB sagt „Gute Nacht, Deutschland!“. Eine Großreuss-PK zum Verlieben. Mario hat niemanden zu etwas gezwungen. Und 3 Promille. Ein bisschen Alkohol getrunken. Und Mikro. Mikrophone sind geil: Nächste Haltestelle – alle bitte wippen. Frau Meier bitte Kasse 1. Dass seine Mutter Pfandflaschen sammelt. Erste Bundesliga – wir sind wieder da! Herr Großreuss … und und undsoweiter. Selfie! Fußball-Pressekonferenzen für die Ewigkeit, austauschbar, stereotyp. Klasse!

17. April 2015 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für SlamBamm

SlamBamm


„SlamBamm“, Dunkin‘ Dirk Diggla, SlamDunk on Basket (VinylArt), SchnizzlMyDizzle Museum of Modern Whuzzaaaaap, Detroit

„Im Basketball sind die Arbeiten von Dunkin‘ Dirk Diggla zurzeit State of the Art“ (Jürgen Lagerfeld, Rolling Stone)

15. April 2015 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Der gerade Weg vs. Der Hamburger Weg (HSV)

Der gerade Weg vs. Der Hamburger Weg (HSV)

Der geradlinige Weg, ab durch die Mitte, immer geradeaus: siehe oben

Der Hamburger Weg, der kontinuierliche Aufbau in konzentrischen kreativen Kreisen: der Weg des Hamburger SV

Fazit: Im Vergleich geht der HSV die Sache mit dem Fußball deutlich spielerischer, abwechslungsreicher und unterhaltsamer an. Kunst at its best, Bruno Labbadia bringt als neuer HSV-Trainer noch mehr Farbe und Leben in die Bude. Der direkte Weg ist nicht immer der beste, oder? Gerade in der existenziellen Frage des Abstiegs aus der Bundesliga…

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