Englische Fußball-Fans sind unter anderem auch für das Singen berühmt. Und Manchester-City-Fans scheinen einen Riecher dafür zu haben, wo Fangesänge am besten kommen… Vor dem Wembley-Stadium etwa, eine Stunde vor Spielbeginn. Die ManCity-Fans im Video oben haben eine Absperrung entdeckt – und dahinter einen TV-Moderator, der sich eigentlich glücklich schätzen könnte über so viel Aufmerksamkeit und Anteilnahme an seinem schicken Job beim englischen Fernsehen. Die Manchester City Fans singen ihn nur nieder, lassen ihn seinen Moderatoren-Job eben nicht ausüben, treiben den Anzugträger zum nervösen Fingernägelkauen. Oder ist das schon der ganze Daumen, der hier im Mund verschwindet? Die Live-Schalte wird zum Ding der Unmöglichkeit, die Fangesänge sind einfach zu laut, die Absperrung macht aus dem TV-Presenter einen Affen im Zoo. Oder stehen die etwa vor der Absperrung im Freien? Planet der Affen? Insel der Glückseligen? Mutterland des Fußballs! England besitzt für Fußball-Fans immer noch einen besonderen Reiz – sogar für die eingeborenen…
Fußball-Fans in England: Manchester City Fans
ManCity-Fans singen einen TV-Moderator zur Verzweiflung vor dem Wembley-Stadium…
1 Fan-Video
16. Oktober 2011 | Auswärtsspiel,News | Kommentare deaktiviert für Ohne Ticket: Fußball-Fans im Krankenwagen ins Stadion geschmuggelt (Video aus Brasilien)
Die wohl dreisteste Tour von Fußball-Fans, ohne Tickets gratis, kostenlos und umsonst ins Stadion zu kommen: sich in einem Krankenwagen von der Ambulanz reinschmuggeln zu lassen… Der Notarzt ist dein bester Freund? Du bist auf Du und Du mit den Sanitätern? Dann bist du entweder ein echter Pechvogel, neigst zu fiesen Unfällen und Krankheiten, bist Stuntman oder Hypochonder – oder ein potenzieller Fußballumsonstgucker. Nie wieder Eintritt in einem Fußballstadion zahlen, immer kostenlos ohne Ticket Fußball live sehen. In Brasilien haben sich Fans, die keine Karten für ein ausverkauftes Pokalspiel mehr bekommen haben, versteckt im Krankenwagen ins Stadion fahren lassen. Ein etwas anderer Notfall, der die Fans vorbei an Einlasspersonal, Ordnern, Security und Polizei schleuste, die den Rettungswagen der Ambulanz für einen vermeintlich wichtigen Krankentransport unkontrolliert passieren ließen. Der Fahrdienst endete in einer dunklen Ecke – alle aussteigen. Fertig. Ob die brasilianischen Fußball-Fanatiker noch in ihren Wunschblock gekommen sind, ist allerdings nicht auf Video dokumentiert. Ebensowenig, ob die Jungs beim Bierholen eventuell dem Falschen auf die Füße getreten sind und das Stadion auch im Krankenwagen verlassen mussten…
Ausverkauft, keine Karten mehr: Ohne Fußball-Tickets kostenlos ins Stadion?
Wie sich Fans im Krankenwagen ins Stadion schmuggeln ließen…
1 Video aus Brasilien
10. Oktober 2011 | Auswärtsspiel,News | Kommentare deaktiviert für Was ist schon ein Becherwurf im Fußball (Wurfgeschosse-Video aus der Türkei: Becherwerfen beim Istanbul-Derby Galatasaray vs. Fenerbahce)
Ja, was ist ein Becherwurf im Fußball … gegen ganz viele fanatische Becherwerfer, die als Wurfgeschosse auch ganz andere Dinge als „nur“ den Bierbecher verwenden. Im emotionsgeladenen Istanbul-Derby Galatasaray gegen Fenerbahce treiben Rivalität und Hass nicht selten skurrile Blüten, die den Blumen des Bösen von Baudelaire entsprungen sein könnten, wenn der gute Charles Fußball-Fan und Zeitgenosse hätte sein dürfen/müssen. Nimmt man den Becherwurf auf St. Pauli bzw. mittlerweile die beiden Becherwürfe als Maßstab, für die der Deutsche Fußball-Bund den FC St. Pauli mit Strafen belegt hat, könnte man sich den mathematischen Spaß machen (Hallo, liebe Nerds, willkommen, Mathe-Leistungskurs!), das Strafmaß mal für diesen Fall hier im Video oben zu multiplizieren. Nehmen wir an, der Wurf eines Schalensitzes auf einen gegnerischen Fußballer, der es wagt, einen Eckball ausführen zu wollen, entspräche etwa dem Werfen von 100 Bechern, kleinere Gegenstände wie Eisenstangen, Feuerzeuge oder Messer werden nach Verletzungs- und Lebensgefährlichkeit angerechnet. Ein geworfener Becher mit Wasser oder klebriger Brause zählt genauso viel wie ein Bierbecher, auch wenn der Werfer weniger ernst zu nehmen ist und so nie den Rang eines Ultras oder Hooligans erwerben kann, sondern selbst für Sensationsmedien „Fußballfan“ bleibt. (Kategorie C wie Cola…?) Mit welchem Faktor müssten wir also das Strafmaß des ersten Becherwurfes am Millerntorstadion des FC St. Pauli von 400.000 Euro multiplizieren, wenn alle während der Videoaufnahme oben geworfenen Gegenstände angerechnet und in Bierbecher umgerechnet werden? Welcher Mittelwert ergibt sich, wenn man einbezieht, dass der zweite Becherwurf auf St. Pauli gerade noch 8.000 Euro Geldstrafe kostete? Alle Mathe-Lehrer in brauner Kordhose (von Feinkord bis Breitkord): Ran an den Speck! Das Erweitern des Unterrichts um virtuelle Inhalte mit leicht anarchistischem Potenzial lockert den Unterricht und lockt selbst Kevin unterm Tisch hervor…
Was ist schon ein Becherwurf im Fußball gegen…
Munteres Becherwerfen in der Türkei: Derbytime in Istanbul – Galatasaray vs. Fenerbahce
Fußball-Mathematik für Fortgeschrittene
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Schweizer Hooligans – kein Unzufriedenheits-Phänomen, etwa weil die Schweiz nicht zur EM 2012 fährt, sondern lange gewachsen und geschwelt, nicht mal im Verborgenen, nicht mal unterschwellig. Hooligans in der Schweiz, Hauptproblem Zürich und Basel, wie jüngst beim Zürcher Derby die GCZ- und FCZ-Hooligans gezeigt haben (Spielabbruch nach Ausschreitungen, siehe Video oben) oder die FCB-Hooligans zu Gast beim FC Zürich, die gegenüber der Schweizer Polizei gleich in die Rolle der Müllabfuhr geschlüpft sind (siehe Video unten). Und die Hooligans des FC Zürich fallen auch im Ausland unangenehm auf, werden in Straßenkämpfe verwickelt wie bei Standard Lüttich. Fußball gewaltbereit im Fränkli-Paradies, in der Banken- und Uhren- und Wohlstandshochburg, im Käseland der vermeintlich spießigen Gemütlichkeit. Im Fußball zeigt die Schweiz immer öfter ein anderes Gesicht… Soziologen werden dereinst dem Klischee die Maske vom beschaulichen Antlitz gerissen haben, dass Hooliganism ein Phänomen unterentwickelter Fußball-Schwellenländer und problembehafteter Industrie-Staaten sei. Die heile Welt der Schweiz – diese im Fußball nicht ganz so heile Welt – wirft ein anderes Licht auf „die“ Hooligans und gewaltbereite Fans und Ultras.
Hooligans in der Schweiz
Grashoppers Zürich, FC Zürich, FC Basel
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Es fehlt wie immer die Anleitung zum Kassenrolle-Wechseln, denn hier geht es um die richtige Anwendung der Kassenrolle bei einer Choreo im Fußballstadion anhand von zwei Beispielen. Und es ist gar nicht schwer herauszufinden, was die richtige Kassenrollen-Choreo von der falschen Kassenrollen-Choreo unterscheidet et vice versa. Falsch ist es, dem Linienrichter beim Eckball eine Kassenrolle an den Kopf zu werfen wie in Video 1: Fußball-Fans, nehmt euch lieber ein Beispiel an der Kassenrollen-Choreo des MSV Duisburg gegen Paderborn in Video 2! Das sieht viel besser aus und erhellt selbst das langweiligste Fußballspiel. Die MSV-Duisburg-Choreo mit Kassenrolle / Bonrolle macht auch nicht viel mehr Arbeit für Ordner und Sicherheitskräfte als der Wurf einer einzelnen Kassenrolle auf Schiedsrichter und Linienrichter, aber vielleicht mehr Müll, ist aber sportlicher und fairer und überhaupt. Das kann ja alles wieder recycelt werden, wenn man das in die blaue Tonne stopft. So ein Kopftreffer eher nicht, der bleibt. Auch imagemäßig…
Kassenrollen-Choreos, richtig und falsch (ohne Anleitung zum Kassenrolle-Wechseln für den Supermarkt!)
Don’t: Die Bonrolle bzw. Kassenrolle an den Linienrichter-Kopf werfen
Do: Kassenrollen als Choreo wie beim MSV Duisburg gegen Paderborn
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