FANartisch: Vor 100 Jahren

3. Januar 2006 | News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für VON SCHIRIS UND ANDEREN VÖGELN

VON SCHIRIS UND ANDEREN VÖGELN

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Norbert Meier sorgte in Deutschland unlängst mit dem ersten eingedrehten Selbstverletzer, einem hingehauchten Kopfstößlein mit anschließender Ohnmachts-Schraube rückwärts und wundersamer Verletzung unter dem Auge, für den Präzedenzfall unter den Trainern und Furore in den Medien. In Spanien bewies zuvor bereits ein Schiedsrichter, dass nicht nur Spieler theatralisch dahinschwalben können. Der Unparteiische Jose Luis Prados Garcia ging einst beim Erstliga-Punktspiel zwischen Racing Santander und Real Saragossa (1:2) wie vom Blitz getroffen zu Boden, als Santanders Torwart Jose Maria Ceballos ein wenig nahe an ihn herangetreten war. Aufnahmen des Fernsehens machten deutlich, dass der Keeper den Schiedsrichter kaum berührt hatte – aber dafür von dem Hingestreckten selbstverständlich die rote Karte sah. Das Sportblatt „As“ bezeichnete Prados Garcia, der in der Saison davor noch als Spaniens bester Unparteiischer ausgezeichnet worden war, daraufhin als „Schauspieler“. FANartisch fragt sich: Wann schwalben wohl die ersten Manager, Spielerfrauen, Maskottchen, Physiotherapeuten, Mannschaftsärzte, Kommentatoren, Spielerberater, Balljungen oder Flitzer oscarreif über die Szenerie?

BUCK LEBOWSKI

11. Dezember 2005 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für Kopfstoßlegenden

Kopfstoßlegenden

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*sing* „Siehst du, Meier, so wird das gemacht, so wird das gemacht…“

8. Dezember 2005 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für KICKER IM KOFFERRAUM

KICKER IM KOFFERRAUM

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Früher, als der Alm-Ödi (wir wissen, dass es „Öhi“ heißen muss) noch lebte und Heidi und der Geisenpeter die coolsten Tricks draufhatten, da war auch bei Real Madrid irgendwie mehr Lametta. Da flüchtete der vereinsintern gesperrte Stürmer Nicolas Anelka aus der spanischen Hauptstadt, indem er sich von seinem Bruder und Manager Didier zum Flughafen fahren ließ. Normal. Nur dass der gute Nicolas sich wegen der vor dem Haus wartenden Reporter im Kofferraum versteckt hatte. FANartisch grübelt: War Michael Ballack vielleicht schon per Kofferraum-Taxi zu Geheimverhandlungen in Madrid? Undementierten Gerüchten zufolge reiste Kevin Kuranyi jedenfalls auf diese Weise zu Bill Gates [<- der reichste Mann der Welt]

KICKERN? ABSOLUTE GIGANTEN

„Du heißt Snake, aber du trinkst’n Shake…?!“

Wer je Absolute Giganten, den intensiven Roadmovie von Sebastian Schipper, gesehen hat, dem eröffnen sich ja viele Möglichkeiten, von diesem meisterlichen Kleinod des deutschen Films fasziniert zu werden. Neben der Geschichte um die letzten Stunden von Auswanderer Floyd (der nie bessere Frank Giering) mit seinen beiden besten Freunden, neben dem genialsten Soundtrack (mit u.a. The Notwist und Sophia) für die ebenso genialen (Nacht-)Aufnahmen von Hamburg (eine einzige Liebeserklärung an das Tor zur Welt), neben dem liebevollst getuneten Motorkraftwagen von Walter (Antoine Monot Jr.), neben dem so feist parfümierten Juvetrikot und den fetten Rapeinlagen von Ricco (der einzigartige Florian Lukas als „Casanova mit Niveau“), neben den elvisartigsten bulgarischen Stuntmen, neben waghalsigsten Stunts (The Ramp), Dialogen (von Hitler zu Albers und zurück), Burgerbestellungen (alles!) und Schmerzbeschreibungen (es ruppt!) brennt sich wohl vor allem eines ins Gedächtnis: das Kickermatch der drei Freunde gegen Dulle (!) und Snake, der zwar nicht „Shake“ heißt, aber gern einen trinkt.

Etwa 12 der 78 rasanten Minuten von Absolute Giganten widmen sich dem Duell am Kicker, bei dem letztlich auch Walters Mad-Max-Mobil gesetzt wird. Schnitt, Kameraeinstellungen und -fahrten (selbst in den Kicker), Musik (The Notwist), Sounddesign (das satte Knallen des versenkten Balles, die Mechanik der Griffe, Federn und Stangen) und Dramaturgie sind perfekt – die Charaktere sind es sowieso. Das hyperaktive Frettchen Dulle (nie schmieriger: Guido A. Schick), ein Typ, gegen den niemand überhaupt je in irgendwas verlieren möchte, in einem Team mit Snake, dem Hinterzimmerzocker schlechthin. Verkörpert wird die Figur des Shake-trinkenden Snake von Jochen Nickel, wer als Vorlage für diesen Milieu-Charakter in atmungsaktiver Ballonseide gedient hat, darüber darf hier unwissend, aber herzhaft spekuliert werden.

Kickerspieler gibt es schließlich wie Sand am Meer, aber nur wenige Tischfußball-„Profis“. FANartisch mutmaßt: Stars der Szene wie Kicker-Gott Dieter Thiele (7x Weltmeister, 28x Europameister, 45-facher Deutscher Meister) könnten nicht nur spieltechnisch, sondern auch modisch Pate gestanden haben. Typen wie „Fischbrötchen“ (der so heißt, weil er früher immer um den Einsatz eines Fischbrötchens spielte), bürgerlich Willy Meyer, die nicht nur wissen, wo das Gerät mit den Drehstangen erfunden wurde (1922 in England), sondern auch, wo der Frosch die Locken hat. Und bereits zwei Wochen vor der richtigen WM 2006 treffen sich die besten Kickerspieler (800 aus 20 Ländern) zur ersten richtig offiziellen Tischfußball-Weltmeisterschaft des Verbandes ITSF in der Hamburger Fischauktionshalle. Ach, könnten doch nur Dulle und Snake für Deutschland antreten…

TOM S. HUNTER

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22. November 2005 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für SCHEITERN MIT SIMAK

SCHEITERN MIT SIMAK

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Der frühere Bundesligaprofi Jan Simak [heute in Diensten von Sparta Prag, nicht zu verwechseln mit diesem netten Kerlchen hier (mit den Hosenträgern!)] hat den Leistungsdruck bei Bayer Leverkusen verantwortlich für seine Alkoholkrise gemacht. „Ich sollte dort den zu Bayern München gewechselten Michael Ballack ersetzen und habe das nicht geschafft. Praktisch jeden Abend ertränkte ich meinen Misserfolg in Alkohol“, sagte der 27-jährige Tscheche nach dreimonatiger Entziehungskur der Prager Zeitung Lidove noviny.

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