28. April 2006 |
Le Pissoir,
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Foto: Marcus Ostermann
Es war einmal ein Verband, der wollte aus seinem besten Pferd im Stall den maximalen Gewinn rausholen – mit allen Mitteln. Um die Position des Fußballs im globalen Spiel auf Jahre zu stärken und zu sichern – und die eigenen Positionen und Pöstchen, das eigene Festgehalt und die eigenen Prämien. Clever, clever… Die juristische Abteilung freute sich ein Bein ab, der Marketing-Katalog der Dos & Don’ts wuchs täglich, schwoll vor der FIFA WM 2006™ in Deutschland voll jurisprudentischem Stolz wie der Kamm des größten Hahns auf dem Hof von Bauer Hein. Maximalausdehnung. Profitmaximierung. Jurist Hans im Glück. Der Spielraum für den unbeschwerten Umgang mit dem Fußballvokabular wurde dagegen eingeschränkt, in die Schranken gewiesen – alles nur zum Schutze der offiziellen Sponsoren und des „Produkts“ Fußball. Die Mutter der Porzellankiste?
Vor dieser Mutter – ein Bock als Gärtner ist nix im Vergleich zu dieser Elefantenkuh im Porzellanladen – müssen sich in der Fußballmärchenwelt alle in Acht nehmen. Vorsicht Fußball! Aber das scheint nun Geschichte, das Märchen nimmt ein gutes Ende, der Bundesgerichtshof will den Begriff „Fußball-WM 2006“ einfach nicht schützen. Goldmarie weint. Die deutsche Wirtschaft jubiliert. WM-Sammelbilder dürfen nun WM-Sammelbilder heißen, statt der Halbzeit-Pizza essen wir nun die WM-Pizza. Bäckt nun jeder Bäcker WM-Brötchen? Die Antwort ist ja! Muss die FIFA nun kleinere Brötchen backen? Mitnichten. Sie spart wahrscheinlich Millionen an Anwaltskosten und speckt die eigene Rechtsabteilung großzügig ab. Fanartisch meint: darauf ein inoffizielles, märchenhaft leckeres kühles WM-Bier! Und so tranken sie glücklich bis zum Scheitern der deutschen Mannschaft…
TOM S. HUNTER
PS: ENDE
7. April 2006 |
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Sitzen
Foto: PhotoCase.com
6. April 2006 |
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Kommentare deaktiviert für TRESENHOCKER #2
Der schnellste Fisch der Welt ist der Schwarze Marlin – er schafft die 100 Meter in unter drei Sekunden [Quelle: NEON – Unnützes Wissen]. Der langsamste Fisch der Welt dagegen ist der Schwarze Dahlin. Er wurde in der Saison 1998/99 im Schwarm des HSV gesichtet und schaffte dort in der Spitze drei Abseitsstellungen pro 10 Minuten.
6. April 2006 |
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Ich träume wirr, bin auf einmal in einer engen Straße, durch die sich ein Demonstrationszug mit schreienden, skandierenden und wütend aussehenden Fahnenschwenkern und Transparenthaltern wälzt. Ich will nur weg, werde allerdings in einer Seitengasse von der Polizei gestellt und mit Gewalt zurück in die Menschenmasse befördert, von der ich mich schon einige Meter distanziert hatte…
Zu allem Überfluss bemerke ich in panischem Unmut und unfreier Wut, dass es sich um die Demonstration von einer ganz besonderen Initiative handelt: Der Zug besteht aus lauter Hooligans, die für ihr Recht demonstrieren, sich gegenseitig gepflegt auf die Fußballfressen zu hauen. Die wutverzerrten Bulldoggengesichter nehmen mich festgeschlossen in ihre Reihen auf – schwitzend und hart kämpfend versuche ich, mich zu befreien: vergeblich.
Ich gehöre längst hierhin, fahre mir mit der Hand unsicher über den kahlrasierten Kopf und lasse meine Hosenträger schnalzen, bevor ich von einem Wasserwerfer so hart auf die Brust getroffen werde, dass ich endlich, völlig befreit, zehn Meter durch die Luft fliege und den Asphalt küsse. Klatsch. Nass wache ich auf.
BJÖRN SIMON
22. März 2006 |
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Früher, als alle Engländer noch Hooligans waren und Lady Di noch lebte, feierte die Forschung noch bahnbrechende Erkenntnisse. Nick Neave, Wissenschaftler der Uni Newcastle, hat einst anhand von Speichelproben festgestellt, dass die Testosteron-Konzentration von Profi-Fußballern bei Heimspielen um rund 30 Pictogramm höher ist als bei Auswärtsspielen. „Wie andere Tiere, die ihr Revier bewachen, sind Fußballer aktiver und selbstsicherer, wenn sie von auswärtigen Gruppen bedroht werden“, versuchte sich der fleißige Testosteron-Forscher an der Formulierung einer Erklärung, die auch von Berti Vogts hätte stammen können. „Wie andere Tiere“ – was will er denn damit gemeint haben? „Auswärtige Gruppen“ – wer soll das denn sein? Die Hunnen? Das Auswärtige Amt? Der CIA? Die Bayern? Selbst wenn der gute Nick Neave vor zukünftigen Statements mal das eine oder andere Newcastle Brown Ale weglassen sollte – FANartisch meint: Damit lassen sich vielleicht ja auch einige Fabelweltrekorde erklären, die von bärtigen DDR-Athletinnen bei Wettkämpfen vor heimischer Kulisse aufgestellt wurden…
BUCK LEBOWSKI