FANartisch: Le Pissoir

21. Januar 2006 | Auswärtsspiel,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für 1000 Werbe-Meisterwerke (WM) – #1 Deutsche Bahn

1000 Werbe-Meisterwerke (WM) – #1 Deutsche Bahn

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Ekstatisch schreit der Junge auf dem Bild seine Freude heraus. Ist der Zug pünktlich gekommen? Beginnt der Trip? Der Betrachter wird im Unklaren gelassen, welche Wirkung bei dem archaisch bemalten Blondschopf gerade einsetzt; dieses Meisterwerk des Surrealismus eröffnet viele Wege. Minimalistisch wird das Realitätsfremde, Illusorische, Traumhafte angedeutet, allein die Gesichtsbemalung liefert den Hinweis, dass hier etwas nicht stimmt. Ein Hilfeschrei! Der harte Bruch über die Initialen „DB“ weist auf ein Abstellgleis der Fragen: Welcher Junge würde sich das antun? Könnte Locke wirklich Fan der Deutschen Bahn sein? Wann lässt die Wirkung nach? Warum haben Eltern und Lehrer versagt? Je länger wir das Bild betrachten, desto tiefer scheint der Sog ins Paralleluniversum. Spielzüge 2006. Wir sind am Ball… Kryptisch führt der Text ins Nichts, der Blick geht ins Leere, ein stummer Schrei der Verzweiflung. Entgleisung. Wahnsinn.

BUCK LEBOWSKI

19. Januar 2006 | Le Pissoir,News,Vor 100 Jahren | Kommentare deaktiviert für Acht auf einen Streich

Acht auf einen Streich

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Früher, als die Spanier auf Basis der Siesta und der Erfahrungen in der Eselszucht auch das Zeitspiel beim Fußball erfanden, da war die Welt auf der iberischen Halbinsel noch in Ordnung und Hektik ewas für Touristen, die den Flieger verpasst haben. Alles vorbei! Gleich acht Mal Rot wegen Spielverzögerung zeigte der spanische Schiedsrichter Ayra Gamez in der 48. Minute des Punktspiels der Primera Division zwischen Betis Sevilla und Atletico Madrid (1:0) – und zwar sämtlichen Balljungen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 12 Jahren verließen daraufhin vor über 40.000 Zuschauern weinend den Platz. Laut Gamez hätten die Balljungen in allzu provozierender Manier versucht, das Spiel nach dem Führungstreffer der Heimmannschaft zu verzögern. FANartisch sagt: Kopf hoch, Jungs! Wenn ihr Glück habt, werdet ihr nur fürs nächste Auswärtsspiel gesperrt…

TOM S. HUNTER

15. Januar 2006 | Auswärtsspiel,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Ein Fußballprofi ist ein Fußballprofi ist ein Fußballprofi

Ein Fußballprofi ist ein Fußballprofi ist ein Fußballprofi

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Der hessische Ministerpräsident Roland Koch hat zu einer verbesserten Integration ehemaliger Spitzensportler in das Berufsleben aufgefordert. Beim Neujahrsempfang des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in Frankfurt betonte Koch, dass die Sportler aufgrund ihres speziellen Werdegangs auch im beruflichen Alltag nach ihrer sportlichen Karriere zu Spitzenkräften avancieren würden. FANartisch appelliert: Dear Lothar, we hope you have a little bit lucky in Brazil, so we don’t have to reintegrate you all to soon!

Frage: Bleibt eine Spielerfau eigentlich immer Spielerfrau, auch nach der Karriere?

14. Januar 2006 | Kick,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Ey, Trainer, hast mal Feuer?

Ey, Trainer, hast mal Feuer?

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 German Räuchermännchen have a little bit lucky
 (8 Inch Smoking Man, Handmade in Germany)

Ausgewechselte Fußballer dürfen in Ostfriesland noch an der Seitenlinie die erste Zigarette danach rauchen – ungestraft (es sei denn, der eigene Trainer verpasst ihnen einen gehörigen Tritt in den Hintern). Das Kreissportgericht Wittmund hob die Rote Karte gegen einen Spieler des Kreisligisten SV Fulkum auf, der sich nach seiner Auswechslung in der Partie gegen den SV Werdum direkt eine Zigarette angesteckt hatte, worin der Schiedsrichter eine grobe Unsportlichkeit sah und ihm die rotglühende Nichtraucherkarte zeigte. FANartisch meint: Wenn die Ostfriesen ausgewechselten Kickern nun noch das Weizenbier am Spielfeldrand genehmigen, sollten Fulkum und Werdum exzellente Chancen auf die Verpflichtung von Mario Basler als Spielertrainer haben.

9. Januar 2006 | Auswärtsspiel,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #5 – GOLEO, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #5 – GOLEO, THE

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“Wir sind Maskottchen“ – eine der wenigen Überschriften, die 2005 an uns vorbeigegangen ist, nachdem wir schon Papst und Deutschland sein sollen und überhaupt für sonst alles verantwortlich. Und so bleibt dieser WM-Job ganz allein an Goleo hängen, einer Mischung aus Bär im Blauen Haus, Alf und Bernd Stelter. Der Zottel-Löwe ohne Hose wird psychedelisch unterstützt von Pille, einem sprechenden Ball (der Einfluss von Bayer Leverkusen in DFB und Komitee ist ungebrochen), und glänzt bei seinen unzähligen Auftritten mit goofyeskem Charme und dem tiefenentspannten Gemüt von Cheech & Chong. Da hätten Tip & Tap, die beiden legendären Lolek&Bolek-Klone der WM 1974, dem Jürgen in puncto schwäbische Seriosität bestimmt besser gefallen. Aber wie die WELT AM SONNTAG feststellte: Bei einem Löwen als WM-Maskottchen gewann bisher entweder der Gastgeber … oder Deutschland. Beides durfte nicht nur dem Jürgen gefallen…

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