14. September 2011 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Wahre Kunst: Das Eigentor als Torwartfehler (Video-Künstler: Artem Gomelko, Patzer-Galerie, Weißrussland)
Das direkte Eigentor ist die Königsdisziplin unter den Torwartfehlern, und Torhüter wie Tomislav Piplica können nicht mal eben im Vorbeigehen vom Thron gestoßen werden. Das ist harte Arbeit – auch wenn es so relaxt megacool aussieht wie bei Artem Gomelko, dem Eigentorwart von Torpedo Zhodino in Weißrussland. Eigentlich müsste der betont lässige Video-Künstler Artemis Faul heißen, denn statt den Ball am Tor vorbeigehen zu lassen und ein paar Schritte zu machen, um ihn sich wiederzuholen (gibt es Balljungen in Weißrussland?), lenkt er ihn lieber gleich mit der Hand ins Tor. Eigentor-Depp des Monats und verdienter Vollpfosten des Volkes, der weißrussiche Orden am Band wird nachgeliefert. Das Team von Dnepr Mogilev war ganz gerührt über das kunstvolle Geschenk und nahm dankend an, empfanden sie die Panne von Torpedo-Keeper Artem Gomelko als stilvollen Patzer, der einen Eintrag in die weißrussische Fußballgeschichte wert ist und eine Aufnahme in die Patzer-Nationalgalerie des Landes. Das Eigentor im Zeitalter seiner Reproduzierbarkeit… FANartisch meint: Revolution!
Neulich in Weißrussland: Moderne Video-Kunst
Die kurzen Torwartfehler des Artem Gomelko: Eigentor, Patzer, Panne, Fail – der Skandal im Spiegelbild der Gesellschaft…
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12. September 2011 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für 3 x kein Tor in Spanien (Torchancen-Video: Pfosten, Latte, Latte – Betis Sevilla vs. Mallorca)
Pfosten, Latte, Latte – kein Tor in Spanien, denn Betis Sevilla schafft es in dieser Szene nicht, den Ball gegen Mallorca im Tor unterzubringen. Nach „kein Glück“ kam auch noch „Pech“ dazu, dann verhinderte „Unvermögen“ endgültig den Torerfolg. Oder um (repetitiv) Thomas Helmer und (sinngemäß) Hermann Gerland zu zitieren: „Haste Scheiße am Schuh, haste Scheiße am Schuh…“ Dass Real Betis Sevilla gegen RCD Mallorca dennoch 1:0 gewann, nimmt dem kleinen Chancentod zwar die ganz große Weltironie, mildert die brachiale mediale Wucht des Kein-Tor-Erfolgs im globalen Fußball-Netzwerk allerdings kein bisschen. Dieses Kein-Tor-Video geht um die Welt, und wer auch immer auf Betis gewettet hatte, vermutet hinter dieser magisch vereitelten Torchancen-Serie die große Weltverschwörung. Der Fußballgott als Pate der Wettmafia? Aw, come on…
Spanien, Primera Division 2011/2012, 11.09.2011
Real Betis Sevilla vs. RCD Mallorca 1:0
Vermasselte Torchance: Betis trifft Pfosten, Latte, Latte – kein Tor…
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9. September 2011 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Telefon-Streich: Constantini ruft Arnautovic an (Radio Ö3 Callboy, Fake-Anruf im Hotel)
Schiedsrichter, Telefon? Marko Arnautovic, Telefon! Trainer Didi Constantini ist dran… Telefonstreich – man kennt das ja. Der Anruf fürs Radio ist nur dann spannend, wenn der Angerufene auf den Leim geht. Und Arnautovic ging dem vermeintlichen Constantini auf den Leim, weil der österreichische Nationalcoach sich darüber beschwerte, dass Arnautovic im Hotel zu lange Pay-TV geguckt haben soll, statt zu schlafen. Harte Pornos im Hotelzimmer – Marko Arnautovic verwehrt sich gegen den Vorwurf, schwört bei seiner Mutter, dass er geschlafen habe wie ein Profi, dass er topfit für Fußball sei und das Fernsehen ganz normal handhabe und nicht im Hotelzimmer „durchdrehe“. Der falsche Didi Constantini (Gernot Kulis als Callboy für Radio Ö3) beharrt auf seiner Telefonstreich-Version und quält Arnautovic noch ein bisschen mit Androhungen von Konsequenzen für die österreichische Nationalmannschaft, ehe er sich dem Verarschten zu erkennen gibt und den Fake-Anruf aufklärt. Constantini ruft Arnautovic im Hotel an – klappte übrigens nicht im ersten Versuch, wie man noch mal beim angehängten Outtake nachhören kann…
Anruf-Opfer Marko Arnautovic verarscht: Telefonstreich auf dem Hotelzimmer
Radio Ö3 Callboy, Constantini ruft Arnautovic an…
Video / Radiomitschnitt + Back-up
Gelbe Karte für diesen Elfmeter! Stolper-Elfmeter… Wie schießt man Elfmeter so perfekt, dass sie unhaltbar sind? Al Ahlys Amir Sayoud zeigt mit seinem Elfmeter-Versuch in Ägypten, wie man beim Elfer so sehr verzögert, dass man den ganzen schönen Elfmeter verstolpert, beim Schüsschen so auf die Fresse fliegt, dass man vom Schiedsrichter noch die Gelbe Karte wegen Dilettantismus, grobmotorischer Unsportlichkeit oder Firlefanz gezeigt bekommt, und den Ball als Roller für den Torwart nur deshalb unhaltbar macht, weil der Keeper gar nicht einzugreifen bräuchte. Muss man nicht verstehen, sieht aber äußerst elegant aus, wie man sich immer wieder mit dem Video vom Stolper-Elfer vergewissern kann. Die hohe Fußball-Schule für das gekonnte und vor allem sinnvolle Verzögern von Elfmetern liegt offenbar weder in Kairo noch überhaupt in Ägypten. Aber Amir Sayoud schafft es mit der Nummer in jeden Witz- und Pannen-Zusammenschnitt, in jedes halbwegs schadenfrohe Fußball-Blog und als Kirmes-Attraktion in jedes Zirkuszelt. Er müsste damit nur langsam mal auf Tournee gehen. Es wäre jedenfalls keine Tor-Tour…
Neulich in Ägypten: Wie man einen Elfmeter schießt verstolpert…
Gelbe Karte für Amir Sayouds Stolper-Elfmeter
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Wenn man 6:0 führt, kann man mal was riskieren, dachte sich wohl der stolze Spanier Inigo Martinez kurz vor seinem Hackeneigentor zum ersten Tor für den überforderten Gegner aus Georgien. 3, 2, 1, Spitze, Hacke – Eigentor. Alles verkehrt bei diesem Countdown der Kunstfertigkeit, den eigenen Torwart so schön und außergewöhnlich wie möglich zu überlisten. Bei der U21 darf man sich das noch erlauben, und Spanien war gegen Georgien einfach zu überlegen. Wo bleibt da die große Herausforderung im Fußball? So ein Spieltrieb will ja auch in der Abwehr befriedigt werden. Gerüchten zufolge wird Inigo Martinez nach seinem spektakulären Eigentor mit der Hacke nun zwar nicht Super-Ingo genannt, aber immerhin „Der Rächer der Torlosen“ (nein, nicht Torloser!), weil er jetzt immer ein großes Z wie Martinez für jedes perfekte Eigentor in die Kabinentür schnitzen soll. FANartisch sagt artig Dazke!
U21 Spanien vs. Georgien 7:2
Hacke, Eigentor: Ingo Martinez‘ fantastisches Hackeneigentor
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