FANartisch: Le Pissoir

12. Februar 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Lifestream vs. Fußball Live Stream

Lifestream vs. Fußball Live Stream


Ein Fußball Live Stream, dessen Inhalte man aktiv beeinflussen könnte – das wäre die Show für viele Fußballfans. Ein Fußball-Live-Stream, dessen Kommentatoren-Inhalte man mitbestimmen könnte, wäre wirklich interaktiv. Im Internet gibt es bei Fußball-Livestreams ja oft die Möglichkeit, beim Schauen gleichzeitig mit anderen Fans via Chat zu kommunizieren, was man zur Not parallel auch auf Twitter oder bei Facebook hinkriegt. Bei ARD und ZDF gehört das in Deutschland mittlerweile zu einem guten Fußball Live Stream einfach dazu, sei es bei einem Länderspiel, einem Pokalspiel, dem jeweiligen Eröffnungsspiel der Bundesliga oder am Mittwochabend in der Champions League. Im Fernsehen müsste man den Kommentator schon kaufen, wenn man eine ganz persönliche Botschaft für die Fans vor dem Fernseher loswerden möchte – wie im Video oben die nette Frau in der Küche, die ihren Lottogewinn dazu genutzt hat, dem Fußball-Aficionado auf der Couch mal ein paar Takte zum Lifestyle mitteilen zu lassen. You’ll never walk alone – und so gibt der gekaufte Kommentator in der Halbzeitpause noch ein bisschen Lack und verteilt die Hausaufgaben für die nächsten Minuten: Hand aus der Hose, Klamotten an, Wäsche zusammenlegen – und Erdnüsschen sind keine vollwertige Mahlzeit! Kein Wunder, dass sich Fußballfans vor dem Computer und dem richtigen Fußball-Livestream nicht selten so viel wohler fühlen als vor dem realen Lifestream des Haushalts-Alltags…

Lifestream vs. Fußball Live Stream
Wann die Fernsehübertragung doch besser schlechter ist als der Fußball-Livestream…
1 Video (Quelle: Youtube)

8. Februar 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Neue H&M-Werbung: Warum David Beckham in Unterwäsche durch Hollywood rennt (Video: Beckham-Werbung von Guy Ritchie / Musik: Lied Don’t Stop)

Neue H&M-Werbung: Warum David Beckham in Unterwäsche durch Hollywood rennt (Video: Beckham-Werbung von Guy Ritchie / Musik: Lied Don’t Stop)


„Don’t Stop!“, sagt die Musik, und das Lied von Foster the People aus der neuen H&M-Werbung ist natürlich als kompletter Song längst in den Charts. Wenn sich H&M Beckham für Unterwäsche-Werbung schnappt, dann muss schon etwas Besonderes dabei rauskommen. Und wenn ein Regisseur in Hollywood eine Verfolgungsjagd drehen kann, dann ja wohl Guy Ritchie, der David Beckham langsam, aber sicher auszieht und nackt bis auf die Unterhose durch Hollywood rennen lässt. Die neue H&M-Werbung bedient sich bei Klassikern aus Werbung und Film und setzt sogar gekonnt ein paar neue Pointen, von denen eine sogar etwas mit Fußball zu tun hat. Wie auch heute noch David Beckham auch immer noch ein bisschen mit Fußball zu tun hat, sometimes. Neuerdings nun also bei Paris St. Germain, auch wenn Beckham hier nicht in Unterwäsche aufläuft und zumindest bei Spielbeginn noch das PSG-Trikot darüber trägt. Den H&M-Song Don’t Stop (Color on the Walls) von Foster the People müssen sich die H&M PSG-Fans bei jedem Beckham-Sprint halt einfach dazudenken… FANartisch meint: Hefte raus, Klassenarbeit! Wie heißt das Lied aus der H&M-Werbung noch mal? Wohl wieder nur auf den wegfahrenden Bademantel geachtet…

Neue H&M-Werbung: Warum David Beckham in Unterwäsche durch Hollywood rennt…
Guy Ritchie zieht Beckham für H&M aus
1 Video (Quelle: Youtube, Lied: Don’t Stop (Color On The Walls), Musik von Foster the People)

5. Februar 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Welche Fußball-Kinderbücher wir kaufen würden (Kinderbuch mit Fußball und Menschenfressern)

Welche Fußball-Kinderbücher wir kaufen würden (Kinderbuch mit Fußball und Menschenfressern)


Angesichts der Tatsache, dass nun auch das Wort „Menschenfresser“ aus gängigen deutschen Fußball-Kinderbüchern gestrichen werden soll, weil das einer ausgegrenzten Minderheit in Deutschland ein Dorn im Auge im Nachtisch ist und mit dieser kleinen Gruppe nicht gut Kirschen essen und diskutieren ist – Puh, langer Einstieg – …, deshalb beschreiben wir das Video oben mal ohne Menschenfresser, obwohl Ghana-Goalie Abdul Dauda mit der Kamera genau das simuliert: „Ich will Dir fressen!“ (O-Ton Poldi, politisch korrektes Zitat aus Hallo Spencer). Abdul Dauda bejubelt den Einzug Ghanas ins Halbfinale beim Afrika-Cup eben vor der Kamera auf seine ganz eigene Weise, die wir hier auch nicht mit Zombie umschreiben können, denn die bewegen sich ja – wie wir alle wissen – extrem langsam und stehen selten auf hohem Fußball-Niveau zwischen den Pfosten. Wobei: Früher wurden ja auch meist die Langsamsten und Lauffaulsten ins Tor gestellt. Aber wir schreiben hier jetzt kein Fußball-Kinderbuch – kaufen würden wir allerdings schon eines. Aber ohne Menschenfresser…

Das Wort „Menschenfresser“ oder gleich ganze Passagen könnte man in Fußball-Kinderbüchern locker mit modernen Fußballnachrichten füllen, die sich längst wie Märchen lesen: Der fliegende Robert Lewandowski wechselt zu Bayern München ins Schlaraffenland mit den Dollarzeichen, dem Bussi-Bussi-Prosecco und dem großen Bling-Bling. Als Antrittsgeschenk für Pep Guardiola – des Kaisers Königs neue Spieler. Spannendes Kinderbuch mit Fußball, oder? Aber Fußball kaufen, liebe Kinder? Europol berichtet im schlimmsten aller Fußball-Märchen von einer ganz bösen Geschichte mit harten Jungs, die mit Fußballwetten und mafiösen Manipulationen von Spielergebnissen das ganz große Geld im ganz großen Wettbetrug verdienen wollten. 700 Spiele sollen manipuliert worden sein, sagt Europol, und wenn wir Pech haben, könnte sogar ein Bundesligaspiel dabei gewesen sein: FC Bayern gegen Cottbus vielleicht, wenn man einigen Aussagen glauben schenken darf, die Laurentiu Reghecampf belasten (wollen sollen würden). In diesem Fußball-Kinderbuch wäre dann von 200.000 Euro die Rede, die finstere Serben von hinter den Bergen gezahlt haben sollen, damit ein gewisser Cottbus-Spieler einen Bayern-Sieg mit drei Toren Unterschied gesichert haben sollte, wenn er hätte gewollt haben können. Den journalistischen Gerüchte-Konjunktiv muss man sich bei Fußball-Kinderbüchern allerdings immer wegdenken. Bleiben wir also lieber beim Wort „Menschenfresser“ und meinen in Zukunft einfach die Wettmafia…

Wie im Fußball-Kinderbuch, das wir kaufen würden…
Wie Ghana-Torwart Abdul Dauda vor der Kamera zum Menschenfresser wurde
1 Video (Quelle: Youtube)

1. Februar 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Mast- und Tor-Bruch (Der Pfosten-Bruch im Fußball. Noch ein Video aus Brasilien)

Mast- und Tor-Bruch (Der Pfosten-Bruch im Fußball. Noch ein Video aus Brasilien)


Alles bricht in Brasilien – warum nicht auch die Fußball-Tore!? Bruch ist immer und überall, fragen Sie mal die Deutsche Bank. Doch als Emanuel Ricardo Paulo de Pepe Sosa con Salsice (kurz: Paulinho) am Morgen seine müden Füße aus dem Single-Klappbett im Wohnheim für einsame Herren setzte, dachte er weder an Einbruch noch an Pfostenbruch oder Torbruch. Morgenstund hat Schleim im Mund, und so ging es nach dem Besuch der Gemeinschaftstoilette auf dem Flur der einsamen Herzen erst mal ans Zähneputzen, damit wenigstens die Beißerchen strahlen. Profi-Torlinienretter ist ein Knochenjob, da muss man sich wenigstens ab und zu mal was gönnen, dachte Paulinho, als er herzhaft in den gebutterten Beluga-Toast biss und den Kaviar-Happen mit dem Veuve von der Witwe Clicquot runterspülte. Wie hart sein Arbeitstag werden sollte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht – um halb vier war die Welt noch in Ordnung… Was für ein Schreck dann, als die Pfosten brechen und Paulinho im Netz zappelt wie ein blutiger Anfänger. Mast- und Torbruch. Kann selbst dem abgebrühtesten Fußball-Profi passieren, die Patenthalse unter den Torlinienmanövern. Nicht peinlich, aber frustrierend. FANartisch meint: Aber was soll Evanilson Joaqin „Billy Boy“ Fascinato dos Silva Santos Ponderosa Junior (kurz: Joaqinho) sagen, der in der Szene im Video oben seinem Beruf als professioneller Tor-Einnetzer nicht wirklich Ehre macht und mit seinen Chancentod-Qualitäten das Tor zerstört, im wahrsten Sinne des Wortes?! Joaqinho droht nun der Ausschluss aus der Torjäger-Genossenschaft. Aber wenigstens kriegte der glücklose Stürmer seinen Jahresbeitrag für 2013 zurück…

Mast- und Tor-Bruch: Fußball-Alltag in Brasilien
Tor und Pfost‘ – wie leicht bricht dost
1 Video (Quelle: Youtube)

30. Januar 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Neue alte Korruptions-Vorwürfe im Fußball: Könnte Katar die FIFA WM 2022 gekauft haben? (Platini weist Bestechung, Schmiergelder, Korruption zurück)

Neue alte Korruptions-Vorwürfe im Fußball: Könnte Katar die FIFA WM 2022 gekauft haben? (Platini weist Bestechung, Schmiergelder, Korruption zurück)


Bestechung, Korruption, Schmiergelder? Wen oder was könnte Katar / Qatar innerhalb und außerhalb der FIFA finanziert haben, um die Fußball-WM 2022 gekauft haben zu können? Am Ende fehlen wieder mal die handfesten Beweise für die zwei Jahre lang recherchierten Anschuldigungen, die das französische Fußballmagazin „France Football“ nun veröffentlicht hat, erhoben gegen FIFA-Funktionäre wie Illa Hayatou (Kamerun), Jacques Anouma (Elfenbeinküste) und sogar Michel Platini (Frankreich, UEFA-Präsident), designierter Nachfolger von Sepp Blatter, der die Korruption in und um die FIFA bekämpft wie kein zweiter FIFA-Präsident. Wir können uns jedenfalls nach vier Amtszeiten nur noch schlecht an einen zweiten FIFA-Präsidenten erinnern… Die „Ethik-Kommission“ des Weltfußball-Verbandes wird wieder so transparent ermitteln, wie wir es mittlerweile gewohnt sind, und Michel Platini weist schon höchstpersönlich jegliche Korruptions-, Schmiergeld- und Bestechungsvorwürfe zurück, seine Stimme für Katar / Qatar als Ausrichter der FIFA WM 2022 TM sei weder direkt noch indirekt mit Geld oder Sonstigem gekauft worden, seine Stimme sei völlig unabhängig zugunsten von Scheich, Sonne und Schotter gefallen, da hätte nicht mal eine Stimme im Kopf „Führ mich zum Schotter!“ fordern müssen. Eines Tages sei er von Sarkozy eingeladen worden, „und da war auch der Premier von Katar dabei. Herr Sarkozy hat mich aber nie gebeten, Katar meine Stimme zu geben“, wird Platini zitiert. Solange justiziable Beweise wie konkret nachweisbare Kontobewegungen, dokumentierte Absprachen oder belastende Zeugenaussagen Beteiligter nicht vorliegen, belegt die beste Recherche eines der besten Fußballmagazine der Welt lediglich einen Verdacht, der sich durch bestimmte Umstände bis zur WM 2022 in Qatar jedes Jahr aufs Neue erhärten könnte, aber ohne Konsequenzen bliebe. Alles wie immer also? Fragt jene investigative Fußballredaktion, die für ihre Meinungsbildung noch keinen Zahlungseingang zu verbuchen hat. Grüßt aber herzlich…

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