23. Februar 2006 | Auswärtsspiel,Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für GOD SAVE THE RAVEN!

GOD SAVE THE RAVEN!

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Obwohl Vogelgrippe bislang in Großbritannien nur bei importierten Vögeln in einer Quarantänestation entdeckt worden ist, dürfen nun die Raben im Tower von London zur Sicherheit nicht mehr ins Freie. FANartisch meint: recht so! Der Legende nach hängt nämlich das Schicksal des gesamten britischen Königreichs vom Wohlergehen der Raben ab – wir drücken dann mal die Daumen und wünschen den krächzenden Schwarzbuckeln beste Gesundheit! Denn ganz im Ernst: Wir wollen uns doch nicht die jämmerliche Ausrede von der Vogelgrippe und den Raben anhören, wenn David Beckham den nächsten Elfer bei der WM mal wieder mit Nähmaschine im Oberschenkel über den Torgiebel zittert.

BUCK LEBOWSKI

23. Februar 2006 | Kick,News | Kommentare deaktiviert für WM OHNE SCHLACHTGESÄNGE?

WM OHNE SCHLACHTGESÄNGE?

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Leisten sich die teuersten Vorsänger: die Fans der Elf vom Niederrhein 

Dr. Reinhard Kopiez, jener Professor für Musikpsychologie, der sich schon im letzten Jahrtausend erfolgreich auf die Suche nach „Urhymne“ und „Urrhythmus“ auf den Fußballtribünen dieser Welt gemacht hat, meldet sich doch glatt auch zur WM zu Wort: Die Chancen für eine Vielfalt der Gesänge bei der Fußballweltmeisterschaft stünden schlecht, schließlich sei das Publikum aus vielen Ländern zusammengewürfelt und könne sich wohl nicht auf komplexeres Liedgut verständigen. Ob die mit Spannung erwarteten englischen Horden ihn da nicht eines Besseren belehren? Bei den deutschen Fans könnte er da allerdings richtig liegen – aber nur, wenn die alle ihre Tickets bei eBay verticken und nur noch die Kartenkontingente für Sponsoren, Gemeinden und Politiker fest in deutscher Hand bleiben. FANartisch findet: „Olé olé, super OBI!“ und „Ohne Stadtrat wär hier gar nix los!“ sollten im Stadion dann auch mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. So, wie jetzt in Gladbach nach dem Derbysieg gegen den FC das Anstimmen von Schmähgesängen gegen den Rivalen aus Kölle für Kasey Keller und Jeff Strasser teuer wurde. Beide Gladbacher Profis wurden vom Kontrollausschuss des DFB zu jeweils 3000 Euro Geldstrafe verdonnert, Entschuldigung beim FC Köln inklusive. Wobei die Borussen-Fans Professor Kopiez eines ganz deutlich gezeigt haben sollten: In der Bundesliga bedarf es immer noch nur weniger Takte, um ein Lied anzustimmen, das aus tausenden Kehlen freudig mitgesungen wird. Und erst die Vielfalt…

BUCK LEBOWSKI

22. Februar 2006 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für SELF-FULFILLING! WETTEN?

SELF-FULFILLING! WETTEN?

Der Hammer (ohne die Hammers), der Kracher (ohne die Gunners), der Ascheregen (ohne Chelskis Abramovich): Londoner Bauarbeiter haben die todsichere Wette gefunden – sie wetteten bei einem Buchmacher gegen sich selbst! Zitat: „Wir konnten unser Glück nicht fassen, als der Buchmacher die Wette anbot. Wir haben dem förmlich die Tür eingetreten, um unsere Wetten zu platzieren.“ Ja, worum ging’s denn nun? Im neu gebauten Wembley-Stadion sollte dieses Jahr eigentlich das englische Pokalfinale ausgetragen werden. Wie THE SUN berichtet, habe ein Buchmacher Wetten angenommen, ob dies bei der Planung und dem Fortschritt der Bauarbeiten überhaupt noch klappen kann… Die am Bau des Wembley-Stadions beteiligten Bauarbeiter nutzten daraufhin wohl nicht nur ihr Insiderwissen geschickt aus, sondern verbrachten auch mehr Zeit im Wettbüro als auf der Baustelle… 15.000 Euro sollen sie insgesamt in zwei Tagen gesetzt haben, bevor dem Buchmacher die vielen wetteifrigen Blaumänner auffielen. Trotzdem versprach er, die Gewinne für bereits platzierte Wetten auszuzahlen. FANartisch fragt sich: Wie nennt man nun eigentlich den langsamen Bruder von „Akkordzuschlag“ und „Leistungsprämie“? „Wettgewinn“?

BUCK LEBOWSKI

22. Februar 2006 | News,Tipp | Kommentare deaktiviert für kuenstlicht

kuenstlicht

Foto: Margarete Motrach / Literaturhaus München

Seine Texte haben das gewisse Etwas – und das nicht nur zum Thema Fußball. Der 1978 in Bosnien geborene und heute unter anderem in Leipzig lebende Sasa Stanisic hat es halt faustdick hinter den Ohren und nicht umsonst letztes Jahr den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Preis abgeräumt (und damit den wohl schönsten, weil vom Leser und nicht von der Jury bestimmten Award). Im Moment ist der mit ordentlich Mutterwitz und Freestyle gesegnete Autor und Lebenskünstler nicht nur auf Lesereise, sondern schreibt vor allem an seinem ersten Roman. Wer Sasas Textperlen nicht nur bei blutgraetsche.de unter “Sonstiges“ suchen möchte, kann das direkt auf der Homepage www.kuenstlicht.de des wohl größten lebenden Sergej-Barbarez-Fans tun und Purzelbaum schlagende Gedanken lesen: „ich bin allein und mache mir nichts aus“. FANartisch meint: Da wäre bei Werner Lorant doch schon direkt Zoff, der mal so mit sich allein…

TOM S. HUNTER

PS: Sasa liest am 23.2. in Berlin: Hin da! – auch auf die Gefahr hin, dass der Autor wegen des kurz zuvor beginnenden Uefa-Cup-Krachers HSV – FC Thun noch leicht unkonzentriert und emotional aufgekratzt wirken könnte…

21. Februar 2006 | Auswärtsspiel,News,Tipp | Kommentare deaktiviert für Klinsman’s UniverSAl Lexikon #8 – FAHNENHERSTELLER, THE

Klinsman’s UniverSAl Lexikon #8 – FAHNENHERSTELLER, THE

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Eine Fahnenfabrik müsste man haben, 2006! Oder zumindest ein paar Aktienpakete, denn die Branche boomt. Selbst die Nationalflaggen von Dänemark und Norwegen verkaufen sich wie geschnitten Brot, und dabei sind beide Teams nicht einmal bei der FIFA WM 2006™ am Start… Ob Afrika-Cup, flammende Toleranz-Demo, feurige Gegendemonstration, olympische Winterspiele oder die WM zu Gast bei Freunden, der Bedarf nach Synthetischem und Halbseidenem zum Schwenken (Jubel, Trotz, Stolz, Freude, Alkohol), Einwickeln (Stolz, Konservierung, deutscher Sommer, Alkohol), Hissen (Stolz, Freude, Schrebergarten, Staatsempfang) und Verbrennen (Informationsnotstand, Karikaturen, Aggression, Wut, Intoleranz, deutscher Sommer) qualmt gewaltig – bis das Fähnlein der Hersteller wieder auf Halbmast weht, müssten weltweit schon die Staatsbegräbnisse abgeschafft werden. Und Mondlandungen. Und der FC St. Pauli. Und die DDR. Okay, schlechte Beispiele, aber selbst wenn der Jürgen schon nach der Vorrunde die Segel streichen müsste, selbst wenn MV geht: Die Fahne bleibt!

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