FC Bayern + Klinsmann = Tritt in die Tonne oder Feuerwerk mit Anlauf?
Jürgen Klinsmanns legendärer Tritt in die Tonne könnte ihn beim FC Bayern schneller einholen, als Verein und Trainer gehofft hatten. Ein schmachvoller Abgang droht, der Image-Verlust wäre für beide Seiten enorm: Karriere-Knick zum Start als Vereinstrainer, Sommermärchen-Kredit bei den Bayern-Fans verspielt (alle anderen jubeln ja staunend weiter und wünschen sich den Klinsmann-Effekt noch über die Winterpause hinaus), eine Saison zum Vergessen. Die Bayern-Verantwortlichen hoffen gebetsmühlenartig doch noch auf den anderen Klinsmann-Effekt, das Feuerwerk, die Bäuche der Buddhas werden im Geiste gerieben wie Wunderlampen, auf dass man mit den fliegenden Fahnen nicht immer nur untergehe, sondern auch mal schön und erfolgreich spiele – und man den Traum vom Triple oder überhaupt irgendeinem Titel nicht schon zu Weihnachten in die Tonne kloppen kann wie die Berge von Geschenkpapier…
PS: Mit Tonnen kennen sich ja die Jungs von der Müllabfuhr am besten aus. Man kann ja auch mal den Ball in die Tonne treten…
PPS: Wikipedia weiß zum Thema Jürgen Klinsmann & Tonne Folgendes zu berichten: In seiner Zeit beim FC Bayern München unter Giovanni Trapattoni sorgte Klinsmann für Schlagzeilen. Am 10. Mai 1997 wurde er beim Spiel gegen den damaligen Tabellenletzten SC Freiburg (0:0) nach 80 Minuten für den Vertragsamateur Carsten Lakies ausgewechselt, beschimpfte Trapattoni lauthals mit vai a cagare („geh kacken“) und trat wutentbrannt auf eine Werbetonne der Firma Sanyo ein. Diese Szene sorgte bundesweit für große Heiterkeit und für ungeahnte Aufmerksamkeit für Sanyo. Bei seinem Abschiedsspiel bewies Klinsmann Humor und parodierte diese Szene, indem er das Abschiedsfeuerwerk mit einem sanften Tritt gegen eine Sanyo-Tonne auslöste. Dieses Abschiedsspiel fand am 24. Mai 1999 im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion statt. Dort spielte eine VfB-Auswahl gegen eine Weltauswahl (der DFB wollte Klinsmann ein solches Abschiedsspiel nicht zugestehen). Als prominenter Gast war u. a. Bryan Adams vor Ort. Der Erlös des Spieles kam wohltätigen Organisationen zu.