FIFA und Kunstrasen – zwei, die sich nicht gesucht, aber gefunden zu haben scheinen… Sich künstlich darüber aufzuregen, dass die DFB-Elf gegen Russland in Moskau auf Kunstrasen spielen muss, ausgerechnet im wichtigen Qualifikationsspiel zur kommerziell noch viel wichtigeren FIFA WM 2010 TM, geht im Sportjournalismus zurzeit weit über Agenda-Setting hinaus. Es ist noch viel trauriger: Extreme Nix Mehr Einfalling. Kunstrasen Popasen. Business as usual. Alltagsjournalismus.
Eine DFB-Studie soll belegen, dass neueste Kunstrasen-Entwicklungen von den Eigenschaften her dem Naturrasen immer näher kommen, und tatsächlich zeigen viele Fußball-Clubs in aller Welt Interesse an dem künstlichen Grün. Die FIFA mischt mit, fördert die Verbreitung von Kunstrasen ganz global, unabhängig vom Klima, verdient mit Lizenzgebühren kräftig mit. Kunstrasen mit offiziellem FIFA-Siegel. Zum Kunstrasen für Kunstrasen-Gegner und -Skeptiker. Die sport inside reportage des WDR zum Thema liefert eine schöne kleine Zusammenfassung, die man hier jetzt auch auf Video sehen kann. Gefühlsecht – ohne den Duft von frisch gemähtem Gras. Man kann sogar ein bisschen Geruchs-Fernsehen haben, wenn man beim Gucken am Lüfter seines Computers schnüffelt…
FIFA: Zum Kunstrasen
WDR sport inside – Wie die FIFA am Kunstrasen verdient…
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PS: Früher? Erinnert sich noch jemand an früher? Was wurde in Deutschland gejammert, wenn man zum Auswärtsspiel in die UdSSR musste, in die Sowjetunion mit ihren halb oder dauergefrorenen Schlamm-Äckern, die bei Tauwetter ein ganzes Fußball-Spiel zum Erliegen bringen konnten. Der Ball ist dann einfach stecken geblieben. Wochenlang vorher wurde in deutschen Medien darüber allerdings nicht berichtet. Aber vielleicht in russischen…
WM 2010, Aufstellung Deutschland – Uruguay! Deutschland: Neuer – Lahm, Mertesacker, Friedrich, Boateng (Jansen) – Khedira, Schweinsteiger – Müller, Özil, Podolski – Klose. Also doch nicht nur das Bild von der Deutschland-Aufstellung von Nivea, vom Jogi-Löw-Aufsteller im Berliner Nivea-Flagstore Unter den Linden… ;) Die WM-Aufstellung des DFB kann in den Kommentaren diskutiert werden, ob Cacau besser nur eingewechselt wird, warum Klose vor der Fußball-Weltmeisterschaft starkgeredet wird, wer besser ist in der Innenverteidigung, Friedrich oder Boateng, und wer auf Linksaußen, Badstuber (defensiv) oder Aogo (offensiv), was Podolski als Spitze so hängen lässt, ob Thomas Müller schon Stammspieler ist undsoweiterundsofort.
Ja, das wäre wohl das aktuell richtige Bayern-Bild für eine angemessene Feier des FC Bayern auf dem Münchner Oktoberfest: Selbstkritik zum Saisonverlauf mit zünftigem Backpfeifen-Geballer in Lederhosen und ordentlich Kirmes auf dem Leder-Oarsch. Die wirklich richtigen Bilder, wie der FC Bayern München auf dem Oktoberfest feiert, gibt es bei den Kollegen von RevierSport genau hier! Auch wenn nicht wirklich klar ist, wer auf diesem Bild vom Wiesn-Besuch der Bayern der „weibliche Anhang“ ist…
Nein, das Video eiert nicht, das sieht nur so aus… Kinder können so grausam sein, auch im Erfinden neuer Regeln im Fußball: Schiedsrichter-Ball gibt es immer dann, wenn der dicke dottergelbe Schiri rumeiert beim Anstoß und eine große unbewegliche Zielscheibe abgibt. Und zwar Schiedsrichter-Ball in die Eier… Junge, Junge, das sind Schmerzen! Da bleibt einem glatt die Luft weg, nicht nur zum Pfeifen. Aber am Ende reicht es doch noch für einen Anpfiff auf dem letzten Loch, wie man im Video sehen kann. Check the balls, please!
Amateur-Schiedsrichter pfeifen für Nüsse
Wenn ein Kind dem Schiri den Ball in die Eier schießt…
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Zwei fast identische Tore gegen den HSV in zwei Minuten kassiert – der junge Hertha-Torwart Sascha Burchert wähnte sich nach seiner Einwechslung im falschen Bundesliga-Film namens „Déjà-Vu“. Zweimal klärte Burchert vor dem Berliner Strafraum per Kopfball weit ins Mittelfeld, doch die Bälle kamen von den Hamburgern jeweils sofort zurück: Erst überlobte David Jarolim den unerfahrenen Hertha-Keeper, der nur so mittelschnell zurück ins Tor trabte, mit einem passgenauen Volley, dann bestrafte der mehr als erfahrene HSV-Stratege Zé Roberto den Ersatztorwart innerhalb von zwei Minuten zum zweiten Mal. Der Ball schlug diesmal in der anderen Ecke im Tor ein – Burchert hat so nachts in seinen Torwart-Alpträumen wenigstens ein bisschen Abwechslung, wenn das ganz eigene Tore-Video im Kopf immer und immer wieder abläuft, und muss nicht immer genau dasselbe Gegentor träumen… Die beiden irren Tore nach Burchert-Kopfbällen im Bundesligaspiel Hertha BSC – Hamburger SV kann man hier noch mal auf Video sehen. (FANartisch würde Sascha Burchert gern ein aufmunterndes „Kopf hoch!“ zuwerfen, aber das war ja nicht das Problem…)
Hertha-Torwart Burchert: Kopfball-Pechvogel gegen HSV
Bundesliga 2009/2010, 8. Spieltag, 04.10.2009
Berliner Olympiastadion
Hertha BSC – Hamburger SV 1:3 (1:3)
Das 2-gleiche-Tore-in-2-Minuten-Video