Gegenwind oder: Wenn der Abstoß für den Torwart zum Eigentor wird… Gegen den Wind haut Maccabi-Haifa-Torwart Asaf Mandes den Ball vom Abstoß weg, ab in den Sturm, dessen Windböe den Abschlag steil ansteigen lässt und ihn wie einen Fußball-Bumerang zurückschickt, vollkaracho ab ins Tor. Und es hat Zoom gemacht. Der Wind erzwingt ein Eigentor, von dem der Goalkeeper beim Spiel Maccabi Haifa vs. Dynamo Kiew selbst am meisten überrascht zu sein scheint – wann schießt ein Torwart schon mal ein Abstoß-Eigentor in den Wind? Eine Laune des Fußballgottes, und Windkraft kann so effizient sein. The future of own goals is blowing in the wind. FANartisch meint: Den Sieg in den Wind schießen können, das bekommt von nun an eine völlig neue Bedeutung. Aber wahrscheinlich war es immer schon so…
Wind-Eigentor im Sturm: Wenn der Torwart-Abschlag zum Eigentor wird…
Maccabi Haifa vs. Dynamo Kiew
1 Video + Back-ups
HSV, Du bist meine Frau! Viele HSV-Fans wissen nicht genau, was sie mit diesem neuen HSV-Song anfangen sollen, denn der Comedy-Anteil im Lied von Buddy Ogün a.k.a. „Mozart“ ist ihnen einfach too much. HSV, Du bist meine Frau? Der Hamburger SV ist Religion, Legende, Fußballleidenschaft. Oft mit der Betonung auf Leiden – für echte Fußballfans ein pathologisches Schicksal, gegen das man einfach nichts machen kann. Und jetzt dieses „HSV, Du bist meine Frau“, im Video zum Ohrwurm mit vielen Anzeichen einer Parodie auf Fußball-Songs und Vereinslieder im Allgemeinen versehen – und ganz speziell auf den HSV und Lieder von „HSV Forever“ (& Ever!) bis „Vom HSV da bin ich Fan von“. Der Verdacht liegt nahe, dass hier der HSV und seine Fans auf die Schippe genommen werden sollen und nur der FC St. Pauli und seine Ultras da so richtig Spaß dran haben, USP lässt grüßen. Aber das Video ist authentisch, der Text zu HSV, Du bist meine Frau brachial gereimt, viele Gesichter aus der Fanszene des Hamburger SV gröhlen mit, und auch der Fuß von Uwe Seeler ist echt, vom Volkspark-Stadion ganz zu schweigen. Lachen und singen, aber unter Niveau? Buddy Ogün ist eine Ghetto-Kunstfigur, die nicht immer so grenzdebil schielt wie in seiner Rolle als HSV-Fan Mozart. FANartisch weiß: Polarisierende Performance, die man der Fußballwelt aber nicht vorenthalten darf. Dafür ist der HSV-Song zu catchy – und auch die St-Pauli-Oma eine viel zu gute Pointe…
Neuer HSV-Song: HSV, Du bist meine Frau
Lied + Text
1 Video (Buddy Ogün als Hamburger Mozart)
HSV, Du bist meine Frau – der Text zum Song von Buddy Ogün
Ja, die Torkamera im Fußball, von der FIFA und UEFA und überhaupt alle so überzeugt sind, sie kann tatsächlich eine Menge: Gerade bei wunderschönen Nicht-Toren wie dem brutalen Fehlschuss an den Pfosten im Video etwa steigert die wohlplatzierte Fußball-Torkamera die Schadenfreude ins Unermessliche, und auch das Fremdschämen beim stümperhaften Verstolpern von Großchancen wird von so einer Torkamera gnadenlos erleichtert. Nur das Toreschießen, das bleibt trotz Kamera im Tor immer gleich schwer. Während uns die Torkamera im Video oben zeigt, warum sie im Fußball bald offiziell kommen soll, nächste Saison, immer nächste Saison (im Eishockey hat sie sich ja längst bewährt), präsentiert uns das Bonus-Video unten noch eine Gegenperspektive, die Hinweise auf die richtige Rezeption von Fehlschüssen bereithält. So ein Fehlschuss an den Pfosten will schließlich zelebriert werden. FANartisch meint: Torkamera und gezielter Einsatz von Technik im Fußball hin oder her – Fußballfans sind auch nur Menschen…
Neuerungen in der Welt des Fußballs
Heute: Warum die Torkamera den Fußball schöner macht…
1 Video (+ Bonus-Video: Wie Wutfans fernsehen…)
Journalisten und Otto Rehhagel, Interviews und Otto Rehhagel, und jetzt Hertha BSC Berlin und Otto Rehhagel – wächst hier doch noch zusammen, was zusammengehört? Für den griechischen Fußball-König Rehhakles ändert sich wenig, denn nicht nur Griechenland kann Schulden und Rücktritt, sondern auch Berlin. Und gerade die Hertha braucht nach den beiden unforced Errors um Markus Babbel und Michael Skibbe und dem Rücktritt von Bundespräsident Wulff eine neue Leitfigur, eine Führungspersönlichkeit, einen Trainer, den keine Krise, wirklich keine Krise mehr erschüttern kann. Wie Rehhagel Hertha rettet, erfahren wir im exklusiven Rehhagel-Interview im Video oben! Auch wenn ein kleines bisschen zugegeben werden muss (man könnte es in diesem Zusammenhang auch einräumen), dass das Zitat, für einen Fußballer sei das beste Trainingslager die eigene Frau (mit der Betonung auf „eigene“, Rehhagel sagt explizit, das beste Trainingslager ist die eigene Frau) ein wenig aus dem Zusammenhang gerissen ist. Gut, und vielleicht ein ganz kleines bisschen (weshalb wir „bisschen“ auch hartnäckig klein schreiben) aus der Zeit gerissen, eventuell sieht Otto Rehhagel heute nicht mehr ganz so aus, was wiederum dafür spräche, dass das Interview mit Rehagel mal aktuell war, aber es vielleicht erst wieder werden wird. Zum Beispiel heute. Lange Rede, doch kürzen wir unsere Form von Borderline-Journalismus in Zeiten des scheibchenweisen Einräumens geringfügiger menschlicher Fehler (als Mensch jetzt) lieber ab. FANartisch weiß: Otto Rehhagel wird sich an Hertha BSC und vor allem an die Medienlandschaft in Berlin gewöhnen müssen, um dem öffentlichen Bild des Vereins im Bundesliga-Fußball eine eigenwillig-sympathische Facette hinzuzufügen und ein wenig von jenem Imageschaden, der jedem konzeptlosen Chaos hinterherhechelt wie ein Schnäppchenjäger der Sondervergünstigung, auszugleichen oder zumindest für Hertha-Fans erträglich zu machen. Mit zwei Viererketten ist die Antwort. Aber was ist die Frage, Hertha?
Wie Rehhagel Hertha rettet…
Otto Rehhagel im Interview
1 Video
11. Februar 2012 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Eigentor (1 Fußball-Video)
Eigentor. So viel muss man bei diesem Fußball-Video von vornherein dazusagen, sonst merkt man nicht sofort, dass der filigrane Schuss nach der filigranen Ballannahme ins eigene Tor rauscht. Eigentor. Gut, zur Entschuldigung des Eigentor-Schützen sei gesagt: Da waren gleich drei Rote um den armen Blauen, die nur darauf lauerten, was der nach der Annahme mit dem Ball machen würde (Eigentor). Der Ball wurde mit jeder Millisekunde heißer, die drei Roten wollten dem Blauen den Ball abjagen, abluchsen, stehlen, wegnehmen, so viel war glasklar, um dann schlimme Dinge damit anzustellen. Ihn etwa – BUMMS – ins Tor schießen. Das konnte der Blaue – nennen wir ihn Cotton Eye Joe – nicht zulassen. Dieser heiße Fußball musste geklärt werden, direkt neben den Pfosten, äh, am Tor … vorbei? LINKS am Pfosten vorbei. Nicht RECHTS rein. Eigentor. Man kann es drehen und wenden, dieses Video, der Ball rauscht immer mit Schnitt ins eigene Tor. Wie bei einer Tippkick-Figur, der das Schussbein falsch eingehängt wurde und der ein achtjähriger Wonneproppen mit der Gnubbelfinger-Faust brachial auf den Kopf haut. Buddy haut den Lukas. Eigentor. Das Ergebnis ist immer dasselbe, ernüchternd für Blau, während Rot längst feiert. Villarriba OléOlé! Villabajo Owé! FANartisch weiß: Fußball ist ein schweres Schaf scharfes Schwert! Und Wettbetrug will gut gemacht sein…
Fußball? Eigentor!
Eigentor? Fußball!
1 Video (Wettbetrug wie immer ohne Gewähr)