19. September 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Der ewige 4. Schiedsrichter: Klopp und der vierte Offizielle (SSC Neapel vs. Borussia Dortmund)
Fear & Loathing in Neapel… Jürgen Klopp und der vierte Offizielle, der vierte Schiedsrichter an der Seitenlinie, zuständig für Traineraufsicht und Einwechslungen – und für das Wieder-aufs-Feld-Lassen an der Seitenlinie behandelter angeschlagener Spieler. Eine unendliche Fußball-Geschichte. Für Jürgen Klopp musste der vierte Offizielle bislang in der Regel als Sündenbock und Prellbock herhalten für die vermeintlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichter-Teams auf dem Platz, für vermeintlich blindes Winken oder Nichtwinken der Linienrichter, für das Pfeifen oder Nichtpfeifen des Referees. Viele Trainer benutzen den vierten Schiedsrichter als Ventil zum Dampfablassen, obwohl der vierte Offizielle noch nie eine aktive Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns hätte rückgängig machen bzw. korrigieren können. Never ever! Bei Jürgen Klopp gipfelte das schon mal in der berühmten Kappenszene, in der der Schirm von Klopps Pöhler-Cap sich fast in die Stirn des vierten Offiziellen bohrte. Besserung wurde gelobt, Strafen wurden akzeptiert, Entschuldigungen wurden ausgesprochen – weiter ging’s.
Im Champions-League-Spiel von Borussia Dortmund gegen den SSC Neapel nun wieder ein Rückschlag in puncto Selbstbeherrschung, ein weiterer Tiefpunkt im Verhältnis zwischen Klopp und dem offiziellen Vertreter an der Seitenlinie: Dass die entgleisten Gesichtszüge Jürgen Klopps von der Geisterbahn bis zur Verwandlung zum Werwolf viele Interpretationen zulassen, daran lassen Social-Media-Plattformen von Twitter bis Facebook bereits unmittelbar nach dieser Horrorszene keinen Zweifel, und auch die Rolle von Jack Nicholson in „Shining“ hätte Kloppo wohl locker ausfüllen können. Jürgen Klopp hat sich im Interview nach dem Spiel mal wieder entschuldigt, hat diesmal alle Schuld an der BVB-Niederlage in Neapel auf sich genommen. Dr. Jekyll und Mr. Hyde haben einen Trainerschein. Und sind sehr emotionalisiert, wie das wohl mit dem Wortschatz von Matthias Sammer ausgedrückt werden könnte. Doch nun hat die UEFA das letzte Wort mit der passenden Strafe für den Platzverweis nach der Entgleisung.
FANartisch meint: Jürgen Klopp hatte diesmal für seinen Frust ausnahmsweise wenigstens einmal den halbwegs richtigen Adressaten ausgemacht, weil der vierte Offizielle seiner Meinung nach den mit Platzwunde am Kopf behandelten Neven Subotic viel früher wieder hätte aufs Spielfeld zurück lassen sollen. Immerhin! Und für seine außergewöhnlichen Fähigkeiten in Sachen Angst-und-Schrecken-Verbreiten kann der Fehler auch wirklich reflektierende Trainer ja nun wirklich nichts, oder? Wir kriegen das mit dem Kiefer-Aushaken und dem Ohne-Worte-mit-dem-Auffressen-Drohen jedenfalls nicht annähernd so gut hin. Amateure eben und keine Profi-Erschrecker…
Champions League: SSC Neapel vs. Borussia Dortmund 2:1
Der vierte Schiedsrichter: Klopp und der vierte Offizielle
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16. September 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Doppelfehler (Fußball)
Torwartfehler. Advantage Ali G. – Doppelfehler… Allah akbar – Gott ist größer. Als Ali G. (wie Yachir Gantenbein von seinen Fußball-Kumpels respektvoll genannt wird) an jenem Morgen mit Eiswürfeln duschen musste, hätte ihm eigentlich schon klar sein müssen, dass dieser Tag kein guter werden würde. Doch optimistisch trat der Stürmer von Roter Teppich Kairo aus der Dusche – mit rechts. Direkt mit dem nackten Fuß auf das Lieblingsspielzeug seines Sohnes, einen Original-Morgenstern der Kreuzritter. Nach dem Verband ist vor dem Verband, sagte sich Frau G., als sie den guten Ali genäht und verarztet hatte und die rostige Antiquität des Sohnemanns wieder im Waffenschrank verstaut. Wenigstens hatte Ali das gute Stück nicht beschädigt und würde am Abend im wichtigen Spiel gegen die Wüstenfüchse Katar auflaufen können und Ruhm und Ehre über das Hause G. bringen. Beim Anstoß schmerzte der Fuß noch ein wenig, und auch die Schwellung erinnerte an jenen Tipp-Kick-Klumpfuß, mit dem man das schwarz-weiße Plastikbällchen mit der flachen Innen-Seite schießen kann. Zähne zusammenbeißen und auf ins Getümmel – Ali G. war bereiter als SpongeBob Schwammkopf und die Medis vom Mannschaftsarzt machten die Welt rosafarbener als Seestern Patrick. Als dann der Torwart der Wüstenfüchse patzte, HaHa, Volltrottel, war Alis Triumph zum Greifen nahe – sein Forechecking hatte sich endlich ausgezahlt, er würde sich die eigene Oase als Torprämie sichern, brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben. Mit rechts…
Doppelfehler (Fußball)
Nach dem Torwart versagt auch Yachir…
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15. September 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Wenn der Schiedsrichter die Grätsche macht: Schiri grätscht Spieler um (Spanien)
Dirty Tackle! Wenn der Schiedsrichter auf dem Platz die Grätsche macht, wäre das natürlich noch schlimmer, aber „Schiri grätscht Spieler um“ ist auch schon eine Überschrift, die im Fußball für Furore sorgt – es gibt halt nicht mehr so viel, was uns hier wirklich überraschen kann. Überflüssig zu erwähnen, dass der Referee in Spanien beim Spiel zwischen Valencia und Granada den Spieler Sergio Canales von Valencia unabsichtlich umgrätschte, damals, im Oktober 2011. Alles andere wäre ja auch berufsschädigend…
Schiedsrichter grätscht Spieler um
Spanien: Valencia vs. Grenada
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9. September 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Eigentor mit Fallrückzieher: Die beste Eigentor-Kombination der Welt (China, Fallrückzieher-Fail)
Schon der erste „Befreiungsschlag“ sieht richtig schön schlecht aus, aber das Eigentor mit Fallrückzieher ist insgesamt ein Meisterwerk! Und die FANartisch-Redaktion kann sich anlässlich dieses Fußball-Gesamtkunstwerks aus China nicht erinnern, wann zuletzt überhaupt ein Verteidiger direkt vor dem eigenen Tor per Fallrückzieher klären wollte, geschweige denn, dass der Ball dann nach einer der schönsten Eigentor-Kombinationen auch noch im Netz landet. Aufgenommen wurde das Video, das nun in Windeseile um die ganze Fußballwelt geht, in China bei dem Halbfinale der U20-Meisterschaft zwischen Xinjiang und Liaoning. Um die ganze Ungewöhnlichkeit dieser Fail-Kombination noch mal Paroli laufen zu lassen, wird hier das Fallrückzieher-Eigentor noch mal kurz chronologisch zusammengefasst: Querschläger als Kerze beim ersten „Befreiungsschlag“ (Versuch), „Fallrückzieher“ (Versuch) mit Hackenroller Richtung eigenes Tor, Fußwegzieher des Torwarts bei der „Ballannahme“ (Versuch) – Eigentor (geschafft). FANartisch weiß: Versuch macht klug…
Eigentor mit Fallrückzieher:
Die beste Eigentor-Kombination der Welt kommt aus China
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8. September 2013 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Böses Foul, Simunic: Wenn die Rote Karte zu wenig ist (Simunic vs. Sulejmani / Serbien vs. Kroatien 1:1)
Was macht eigentlich Josip Simunic? Was er am besten kann, der „Sympathmann“ mit dem coolen Rufnamen Joe: Breaking Bad – eklige, unsportliche, widerliche, kriminelle, heftige Fouls, die allesamt die Rote Karte verdient haben… Simunic vs. Sulejmani heißt das neueste Foul in den Rote-Karte-Charts, das nicht nur deshalb zweifelhafte Berühmtheit erlangt hat, weil es sich ausgerechnet im sehr speziellen WM-Quali-Duell Serbien vs. Kroatien ereignete, sondern weil es ein Ereignis war, wie wenig Simunic noch die brachiale Absichtlichkeit seiner brutalen „Notbremse“ verbergen wollte. Was den unangenehmen kroatischen Fußballverhinderer natürlich nicht daran hinderte, gegen Rote Karte, Schiedsrichter, nörgelige Serben und Gott und die Welt offensiv aufzubegehren – Angriff ist die beste Verteidigung, Steinigung und Pranger gibt es nicht mehr und selbst Straftäter dürfen sich auch mal wehren müssen… Oder so. FANartisch meint: Die kruden Fouls von Joe Simunic sollten endgültig aus dem Fußball verbannt werden – soll er doch privat an der Playstation weiterholzen…
Böses Foul: Warum Josip Simunic die Rote Karte eigentlich immer verdient hat
Simunic vs. Sulejmani (Serbien – Kroatien 1:1)
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