FANartisch: Le Pissoir

10. April 2014 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Pep de Funes

Pep de Funes

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Nein! Doch! Ohhh! Louis de Funes wäre selbst am meisten erstaunt und erfreut, dass es wieder jemanden gibt, der funky Rollkragenpullover trägt und eine Augenbraue hochziehen kann – und das auch noch in wichtigen Pressekonferenzen. Aus Pep Guardiola wird deshalb hier bei FANartisch exklusiv Pep de Funes. Ein Ansatz, der auch von seiner Aufstellung gegen Augsburg gestützt wird… *Zwinkersmiley mit hochgezogener Augenbraue*


Lange mussten wir drauf warten, dass Pep Guardiola sich mal wieder den Dreitagebart rasiert bzw. den Kaleun-Gedächtnis-Vollbart stutzt, den Rollkragenpullover rausholt – wenn auch nur in existenzialistischem Schwarz und nicht in den synthetischen Louis-de-Funes-Farben der 70er Jahre (uns juckt’s schon nur bei der Erinnerung am Hals) – und die Augenbrauen sprechen lässt. In den Pressekonferenzen vor dem Champions-League-Duell des FC Bayern München mit Manchester United war es dann so weit, und schon die PK vom Hinspiel lieferte harte Fakten… Der Jubel in der Redaktion wurde nur von Demba Bas Winner gegen PSG getoppt. Rollkragen-Augenbrauen-Ergebnisse, die sich sehen lassen können…

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9. April 2014 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Belgian Red Devils: Belgiens Goldene Generation schießt Kameras kaputt (Eden Hazard)

Belgian Red Devils: Belgiens Goldene Generation schießt Kameras kaputt (Eden Hazard)


Wir wissen nicht, ob Eden Hazard bis zu 100% schuppenfrei durch den Fußball geht, damit er immer 100% geben kann wie Antischuppen-Shampoo-Testimonial Mats Hummels, oder ob Eden Hazard etwas kaut, womit er die ganze Habseiß mit so unendlich cool bleibt wie Kevin Großkreutz. Was wir definitiv wissen: Eden Hazard kann eine Kamera kaputtschießen. Mit einem kleinen Trainingsball beim Trainingsspielchen der Belgian Red Devils, der goldenen Fußballgeneration Belgiens.

Goldene Generation? Da war doch was. Eine Goldene Generation gewinnt meist Titel und Trophäen im Bereich von U16 bis U21 … und danach nichts mehr, nada, niente. Kein großer Wurf für Goldene Generationen im Fußball von Portugal bis … Belgien. Nicht bei Weltmeisterschaften und Europameisterschaften. Ausnahmen bestätigen die Regel. Okay, ein paar sind’s schon. Wenn man mit dem Begriff „Goldene Generation“ lockerer umgeht, sogar einige Nationen. Nur die Belgian Red Devils und Portugal nicht. Trotz cooler Frisuren und absurder Tattoos (et vice versa). Trotz erfolgreichster Legionäre in den besten internationalen Teams mit den meisten nationalen Vereins-Titeln ever, von europäischen ganz zu schweigen.

FANartisch meint: Auf diese Goldene Generation von Kamerakaputtschießern hier sind wir bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien fast am meisten gespannt. Sie werden vielleicht (ganz bestimmt) nicht den ganz großen Wurf landen. Aber vielleicht den goldenen Schuss und etwas wirklich Wertvolles kaputtschießen. Ein komplettes Stadion vielleicht… Wenn sie schon nicht den Weltpokal in den brasilianischen Himmel stemmen können, dann wenigstens die Funktionärsloge mit den ganzen korrupten *Beep* ein wenig … kaputt … schießen … Diese Roten Teufel!

Belgian Red Devils: Eden Hazard schießt Kamera kaputt
Belgiens Goldene Generation trainiert für Olympia die FIFA WM 2014 (TM)
1 Video (Quelle: Youtube)

8. April 2014 | Le Pissoir,News | 2 Kommentare

Roboterfußballjournalismus: Neue Software macht Sportjournalismus automatisiert ohne Menschen


Na klar, werden jetzt viele sagen und den Champagner-Korken knallen lassen, das ist der Durchbruch: Auf Bela Rethy, Steffen Simon, Marcel Reif, Kai Dittmann und Reinhold Beckmann kann der Fußball gut verzichten. Aber die Nachricht ist dann doch kritischer zu bewerten und unangenehmer, als diese verlockende Aussicht verspricht. „Künstliche Intelligenz“ soll demnächst automatisch Berichte für den großen Bereich des Sportjournalismus erstellen, ein komplettes Sportportal soll im weltweiten Internet demnächst ohne menschliche Schreibe an den Start gehen, wie man etwa hier bei Meedia nachlesen kann. Eine spezielle Software wurde dafür entwickelt, sich Sportnachrichten-Inhalte und Sports-News automatisch aus dem Netz und den Agenturen zu ziehen und ebenso automatisch in lesbare Texte zu verwandeln, diese dann automatisiert online zu stellen – und danach vielleicht mit dem kompletten Works-Paket, FIFA 14 und PES in der Software-Kantine noch einen virtuellen Kaffee trinken zu gehen. Wegen der guten Kontakte und der sozialen Vernetzung…

Eigentlich haben wir von FANartisch hier immer geahnt, dass manche Klischee-Versatzstücke im Sportjournalismus inklusive aller Allgemeinplätze, Metaphern, Floskeln und Fertigsatz-Stereotypen im Sportberichterstattungs-Wortschatz auch von einem Schimpansen per Zufallsgenerator zusammengewürfelt werden können. Und dass einige Sportredakteure in ihren Sportredaktionen genau so ihren Alltag rumkriegen, zwischen zwei ausgiebigen und äußerst produktiven Klogängen, vier Mettbrötchen, zwei Schachteln Kippen und drei Kannen Kaffee. Schwarz. Wie wir aber aus eigener Erfahrung wissen, ist es in guten Sportredaktionen eben genau nicht so. Hier machen keine Roboter die wirklich guten Überschriften, sondern Familienväter mit Mutterwitz. Hier schreibt keine Software die guten Fußballkommentare mit Pointen über die Bundesliga und die Nationalmannschaft, sondern der Willy von nebenan, der gern mal drei Weizenbier aufhat nach Feierabend und Tante Käthe einen guten Mann Choleriker Wüterich sein lässt. Charakter lässt sich nicht von seelenloser Software ersetzen, Künstliche Intelligenz hat noch nie gepoppt und dabei ein barbarisches Yawp erklingen lassen. Fußball-Software ist noch nie mit Bier geduscht worden in völliger Ekstase in einem überfüllten Fanblock (und es wäre ihr auch nicht scheißegal gewesen). Fußball-Software ist noch nie ein belegtes Brötchen (natürlich) auf die Butterseite gefallen. Weil Fußball-Software eben nicht natürlich ist – selbst wenn sie „schreiben“ kann. FANartisch meint: Schaut euch doch mal die Roboter an – Fußball spielen können sie auch nicht…

1. April 2014 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Die Brüder Ronaldo / The fantastic Ronaldo-Brothers: Cristiano & Neymar

Die Brüder Ronaldo / The fantastic Ronaldo-Brothers: Cristiano & Neymar


Nein, sie sind keine Zwillinge, die Gebrüder Ronaldo, weder eineiige noch zweieiige, auch wenn sie sich schon sehr ähnlich in ihrem ontologischen Dilemma sind. Es war lange Zeit auch überhaupt nicht bekannt, dass der große Weltfußballer Cristiano Ronaldo überhaupt einen kleinen Bruder hat. Geschweige denn, dass beide einst als Engländer das Licht der Welt erblickten und – born in England, raised in England – mit dem englischen Frühstück (Bohnen auf Toast!) und einer liebevollen und fürsorglichen englischen Mommy aufwuchsen. Und mit Fallsucht. Schon in so jungen Jahren. Beide. Fallsucht mit lang anhaltenden Weinkrämpfen und notorischem Reklamieren bei Autoritäten und chronischem Eingeschnapptsein, wenn man sie dafür auslachte. Mutter Ronaldo nahm es mit jenem schwarzen englischen Humor, jenem Mutterwitz, den nur die besten britischen alleinerziehenden Mütter hatten, und verkaufte die Brüder an einen portugiesischen Alteisenhändler. (Vater Ronaldo galt zu diesem Zeitpunkt bereits seit zwei Jahren als vermisst und The fantastic Ronaldo-Brothers hatten beide nicht mal mehr eine Erinnerung an ein Gesicht. Erst Jahre später, als Cristiano bereits in seine Heimat zurückkehrte und bei Manchester United von Sir Alex Ferguson beim Vervollkommnen seiner Fallsucht entdeckt und gefördert wurde, sollte Ronaldo senior gefunden werden – er war in Manchester in einen nicht abgedeckten Gully gefallen und kein schöner Anblick mehr.)

Während Cristiano Ronaldo dem Namen seiner Familie fortan alle Ehre machte, führte der Weg des Jüngsten nicht linear zum Fußball, sondern über die Umwege des Straßen- und Strandfußballs von Rio de Janeiro, wo der Alteisenhändler mittlerweile in die Kosmetikbranche umstieg und mit Selbstbräuner experimentierte. Neymar senior ist bis heute eine Legende in diesem Bereich in Brasilien, der vor allem Respekt gezollt wird für die Entwicklung einer Nachtcreme mit Lichtschutzfaktor 50. Er war halt nicht die hellste Kerze auf der Torte, der Stiefvater von Neymar junior, welcher sein Leben lang dafür aber knackig braun blieb und oft die blonden Ansätze schwarz nachfärben musste, um in den Straßen der Favelas nicht verprügelt zu werden. Was die beiden so ungleichen Brüder bis heute verbindet, ist ihre sogenannte Fußballkrankheit, jene Fallsucht, von der sie allerdings heute auch auf dem Spielfeld zehren können; und natürlich ihr angeborenes Bewegungstalent, diese Geschmeidigkeit und Selbstverständlichkeit ihrer herausragenden motorischen Skills, mit denen sie noch heute Gegner wie Schiedsrichter jederzeit in eine gewisse Fassungslosigkeit stürzen können. Ganz zu schweigen von ihrem Talent für Timing… FANartisch meint: Faszinierend zu sehen, wie sich schon in jüngsten Jahren hier Karrierewege andeuten – wir müssten eigentlich auch mal mit Pierre Littbarski als Talentscout nach Brasilien und Portugal fliegen. Interesse, anyone?

Für weitere Informationen fragen Sie ihren Stadionsprecher oder schauen Sie auf den Kalender

PS: Mutter Ronaldo betreibt heute eine Schwalbenzucht in Midsomer Worthy, kocht gern und gut für ihren neuen Partner John Barnaby (geschieden) und probt in ihrer Freizeit bis dato unveröffenlichte Shakespeare-Stücke am Theater, die nie zur Aufführung kommen werden („Eine Schwalbe macht noch keinen Sommernachtstraum“, „Verkauft Cristiano“, „Paparazzi in Midsomer Worthy“ oder „Heul doch!“).

1. April 2014 | Le Pissoir,News | Kommentare deaktiviert für Ostereier titschen, ditschen, ticken, düpfen, tüppen, kitschen, pecken, tütschen, dotzen: Saison eröffnet!

Ostereier titschen, ditschen, ticken, düpfen, tüppen, kitschen, pecken, tütschen, dotzen: Saison eröffnet!


Bad Oeynhausen (sic). Olé! Der deutschstämmige argentinische Schiedsrichter Hasi Osterwaldo hat die Saison für das Titschen, Ditschen, Ticken, Düpfen, Tüppen, Kitschen, Pecken, Tütschen und auch Dotzen von Ostereiern bei einem vorgezogenen Passionsspiel in Deutschland feierlich eröffnet. Verloren hat der Spieler mit den längsten Haaren auf dem Platz von allen inklusive Masseur und Zeugwart, als Trostpreis bleibt ihm jedoch immerhin ein ordentliches Schädelbrummen. Bei der anschließenden feierlichen Rede vor der geladenen Ostereier-Titsch-Prominenz in der deutschen Eier-Titsch-Ditsch-Tick-Düpf-Tüpp-Kitsch-Peck-Tütsch-Dotz-Hauptstadt Bad Oeynhausen hatte Osterwaldo dann allerdings selbst den größten Teil seines Sprachzentrums verloren und kam nicht mehr auf die vielen spanischen Übersetzungen für das deutsche Titschen, Ditschen, Ticken, Düpfen, Tüppen, Kitschen, Pecken, Tütschen und auch Dotzen von Ostereiern. Das leise „Mööp“, das er einzig auf der großen Bühne der noch viel größeren Gala ins Mikro hauchte, erinnerte auf eine seltsame Art an das zufriedene Grunzen eines Grimmepreisträgers beim Genuss eines Desserts in einem Berliner Nobelrestaurant am Gendarmenmarkt. Und entlockte seinem Publikum nach einer kurzen Pause peinlichen Schweigens doch noch so etwas wie Standing Ovalions. Es regnete Eier… Ostern kann kommen!

Mehr Informationen von Wikipedia zum Ostereier-Titschen, -Ditschen, -Ticken, -Düpfen, -Tüppen, -Kitschen, -Pecken, -Tütschen und auch -Dotzen

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